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Die Photos wurden freundlicherweise von Steffen Bergner zur Verfügung gestellt.
3.1. Verbindung der Opposition zu den Grafen von Saarbrücken
Wahrscheinlich sind die Saarbrücker Grafen an den Vorgängen um die beiden Reichsburgen beteiligt gewesen. Für eine direkte personelle Verbindung der Saarbrücker zur antisalischen Opposition ist zwar kein Beleg vorhanden, eine vage Verbindung läßt sich aber über die Familie der Zeizolf Wolframe herleiten. Ihr gehörten Diemar von Trifels an,(30) ebenso seine Schwester Adelheid und sein Onkel, der Speyerer Bischof Johann (1090-1104), in dessen Diözese der Trifels lag.(31) Adelheid war mit dem Straßburger Hochstiftsvogt Heinrich von Tübingen verheiratet.(32) Über Schwester und Schwager war Diemar nun mit den Herren von Obrigheim verwandt. Auch sein Neffe Meginlach von Obrigheim bezeugte die Urkunde bezüglich des Trifels.(33) Meginlachs Bruder Hermann von Obrigheim könnte nun endlich das Verbindungsglied zu den Saarbrückern gewesen sein; wenn der Obrigheimer jener bisher noch nicht eindeutig identifizierte Hermann gewesen ist, der als Vogt des Klosters Hornbach den Saarbrückern den Bau des Steinenschlosses auf Hornbacher Klostergrund ermöglicht haben könnte; auf diesen Vogt Hermann wird weiter unten noch einmal zurück zu kommen sein. Auch zu den Mörlheimern, ebenfalls Verwandte Diemars von Trifels,(34) müssen frühe Verbindungen bestanden haben. Auf alle Fälle gelang es den Saarbrückern, in Mörlheim Fuß zu fassen und in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts geradezu als Rechtsnachfolger der Mörlheimer aufzutreten.(35) Mörlheim war aber vermutlich auch der Verwaltungsmittelpunkt der Straßburger Kirchengüter im Speyergau gewesen. Mit der Bindung des Trifels an Hermann von Salm konnte also nicht nur dem Anspruch Heinrichs IV., sondern auch einem übermäßigen Ausgreifen der Straßburger Kirche über ihren Besitz Annweiler hinaus vorgebeugt werden.(36) Da der Straßburger Einflußbereich zu dieser Zeit im Norden von der bischöflich-speyerischen Burg Meistersel und im Süden vom Trifels begrenzt wurde, hätte eine Inbesitznahme der Reichsfeste Trifels einen beachtlichen Machtzuwachs bedeutet. Die später folgenden zielgerichteten Aktionen der Staufer, die u.a. die Burg Trifels und den Ort Annweiler besitzrechtlich wieder vereinten, ließen den Straßburger Lehnskomplex dann rasch zerfallen.
Ein erstes Anzeichen einer beginnenden Entfremdung zwischen den Saarbrückern und dem salischen Königshaus, zumindest aber einer Umorientierung der kaiserlichen Politik wurde greifbar, als der Führer der Opposition Hugo VII. von Egisheim, Graf im elsässischen Nordgau, nach einem erbitterten Streit im Jahre 1086 wohl mit Wissen Bischof Ottos 1089 in Straßburg ermordet wurde.(37) Nicht ein Vertreter des Hauses Saarbrücken, sondern die königstreuen Huneburger rückten in der Person des Grafen im Unterelsaß Gottfried zu Sachwaltern der königlichen Interessen auf. Ob der Huneburger aber den Trifels in den Besitz Heinrich IV. zurückgeführt hat, und der 1085 genannte Ottnand von Trifels schon als Reichsministerialer fungierte, bleibt äußerst zweifelhaft. Zum einen stützt sich diese Annahme auf eine gefälschte Urkunde für das Kloster Neuweiler im Elsaß, und zum anderen wird dies durch die weitere Geschichte der Burg widerlegt.(38)
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