Zu sehen ist die Burg Sooneck
Burgenlexikon - Dr. Stefan Grathoff

Kategorie: B, Hessen Zuletzt aktualisiert: 30.05.2005

Babenhausen

Babenhausen/Land westlich Aschaffenburg

Die Wasserburg, dem mittelalterlichen Stadtmauerring südlich vorgelagert, wurde gegen 1200 gegründet und nach einheitlichem Plan angelegt. Das 1236 zuerst erwähnte Babenhausen war ursprünglich Münzenberger Besitz, nach deren Aussterben kam es 1255 an die Herren von Hanau. Der Ort erhielt 1295 Stadtrechte und im Gefolge seine Stadtbefestigung. Seit 1372 Lehen der böhmischen Krone. 1458 bis zum 30jährigen Krieg Residenz der Linie Hanau-Lichtenberg. Nach dem Aussterben der Hanauer fiel die Burg 1736 an die Landgrafen von Hessen-Kassel, 1810 dann an die Linie Hessen-Darmstadt (Dehio) Baubeschreibung: Der regelmäßige Grundriss der staufischen Anlage – auffallend abweichend z.B. von Gelnhausen – lässt an süditalienische und südfranzösische Kastell- und Burganlagen, aber auch an rheinische und hessische Anlagen denken (vgl. als Höhenburg Gutenfels bei Kaub/Rhein, als Tiefburg Johanniterkastell Bibelried/Franken). Im 3. Viertel des 15.Jahrhunderts, um 1560-80 und im 18. Jahrhundert wurde die Anlage erweitert und verändert. Im Hof wurden die Fundamente des ehemals freistehenden, quadratischen, staufischen Bergfrieds mit einer Seitenlänge von 10,80 Metern aus Backsteinmauerwerk festgestellt. Gleiches Mauerwerk mit glatten Eckquadern von der ehemals staufischen Ringmauer an allen Außenseiten des heutigen Gebäudevierecks sowie an allen Teilen des Westflügels (ehemals Palas), der mit dem Treppenturm und noch mit allen drei geschossen der Gründungszeit angehört. Auch die Westhälfte des Nordflügels im Kern noch 13. Jh.

Quelle: Dehio, Hessen S. 36.

Von: (sg)