Zu sehen ist die Burg Sooneck
Burgenlexikon - Dr. Stefan Grathoff

Kategorie: H, Mainzer Erzbischöfe, Hessen Zuletzt aktualisiert: 16.05.2014

Hahnenberg (Gauchsberg, Haneck)

Die Burg, später auch Schwarzenberg genannt, liegt oberhalb des Ortes Geroldstein an der Wisper

Der Mainzer Erzbischof Adolf erlaubte am Oktober 1386 dem Ritter Philipp von Geroldstein (Gerhartstein) den mainzischen Berg, genannt den Hanenberg, oberhalb des Ortes Geroldstein auf eigene Kosten als Gegenburg zum katzenelnbogischen Ort Geroldstein zu bebauen. Die fertige Burg sollte er dem Mainzer Erzstift zu Lehen aufzutragen und dem Erzstift im Notfall als Offenhaus zur Verfügung stellen. Ausweislich des Lehnsreverses Philipps war die Burg zu diesem Zeitpunkt bereits fertiggstellt (MIB 1 fol 169).
1390 ist ein Weinberg auf dem Gauchsberg im Lehensbesitz des Johann Hertwin von Lorch (MIB fol.154 und 169 zum Jahr 1391). 1391 bezeichnet Erzbischof Konrad die Burg als "Hanenberg". Am Rande der Urkunde hat ein späterer Notar in lateinischer Sprache vermerkt: "Beachte, daß diese Burg gemeinhin Gauchsperg genannt wird" (MIB 1 f.153). Später (1405) wird die Burg auch kurze Zeit Haneck genannt. Im Jahr 1409 bestätigte Erzbischof Johann dass er Schloss Hanecke (Honecke) dem Ritter Wolf von Flörsheim verkauft hatte (MIB 14 fol. 240)
Ein Hahnenberger Burgfriede ist aus dem Jahr 1461 überliefert (HHStA Wiesbaden 101/444).
Die Burg blieb bis zum Ende des "Alten Reiches" mainzische Lehnsburg. Im Jahr 1621 wurde die Anlage vom kurmainzischen Landschreiber im Rheingau verwaltet. Später waren die Erbamtmänner Brenner von Lahnstein in Reichenberg von Hessen damit belehnt (Lotz). Sie blieb bis 1803 mainzisch.

Baubeschreibung (Dehio): Stark verfallen. Reste der Toranlage eines Gebäudes und eines Turmes.

Quelle: Grathoff, Erzbischofsburgen S. 36f., 67 und 146f.; Herrmann, Haneck; Lotz 212; Knappe 490; Roser, Burg 19; Witte, Herrschaft 46, 51f.; Klötzer, Mark S.114; Brück, Rheinengtal 86; Schenk, Wispertalburgen

Von: (sg)