Zu sehen ist die Burg Sooneck
Burgenlexikon - Dr. Stefan Grathoff

Kategorie: J, Baden-Würtemberg Zuletzt aktualisiert: 29.04.2008

Jagsthausen

an der Jagst, n Öhringen

Regesten zur Burggeschichte:

1381 Januar 4 Tauberbischofsheim
Erzbischof Adolf beurkundet, dass der verstorbene Erzbischof Balduin von Trioer (Tryere), Vormund des Erzstiftes Mainz, dem Ritter Dietrich (Dyterich) von Berlichingen und seinen Erben vorzeiten 20 Pfund auf den Gülten und Zinsen zu Hausen (Husen) und 16 Pfund auf der Steuer zu Amorbach (Amerbach) für 360 Pfund Heller verschrieben hat [1]. Nachdem nun der verstorbene Hans von Hausen (Husen) als Erbe des Dietrich diese Gülte für 360 Pfund Heller an die Brüder Gotze und Hans von Berlichungen und ihren Vetter Kunz (Contze) von Berlichingen verschrieben hat, so gibt der Erzbischof seine Einwilligung dazu, und überweist ihnen dazu seine Hälfte des Schlosses zu Jagsthausen (Husen) als seine Amtleute. Die Lösung des halben Schlosses, des Amtes und der Gülte mit 360 Pfund Heller soll der Erzbischof ihnen einen Monat vorher anzeigen.
Bischoffesheim feria sexta post Circumcisionem domini 1381.
MIB 9 fol. 250; Joannis 1, 673; Regest: HSTA Darmstadt R 11 Regesten der Erzbischöfe von Mainz Nr. 28.
[1] Die Urkunde Balduins, "die zu latine hernach geschr(ieben] stet" ist in der Abschrift weggeblieben, obwohl Raum dafür freigelassen worden war.

1381 Januar 7
Erzbischof Adolf erlaubt seinem "lieben Getreuen" Kunz (Contze) von Berlichingen auf dessen Mitteilung, dass die erzbischöfliche Burg Jagsthausen (Husen uff der Josze), wo Kunz (Contze) wohnt, baufällig sei, an der Burg mit Rat und Genehmigung des Miltenberger Kellers 100 Gulden zu verbauen. Dieses Geld wird der Erzbischof mit den 360 Pfund Heller bezahlen, wofür dem Kunz, seinen Vettern Götz und Hans, Brüdern, die Burg verschrieben ist. Doch hat Kunz den offenen, versiegelten Brief des Miltenberger Kellers vorzuweisen, der besagt, wie der Bau geschehen und dass er mit Erlaubnis des Kellers erfolgt ist.
Dat(um) in crastino Epiphanie domini.
MIB 9 fol 250v. Regest: HSTA Darmstadt R 11 Regesten der Erzbischöfe von Mainz Nr. 28.

Von: (sg)