Zu sehen ist die Burg Sooneck
Burgenlexikon - Dr. Stefan Grathoff

Kategorie: R, Hessen Zuletzt aktualisiert: 17.10.2005

Radenhausen/Amoneburg

Nordwestlich von Amöneburg/Hessen

Eine „Burg“ - wohl eher ein befestigter Hof -  wurde im 11./12. Jahrhundert im Grenzbereich zwischen dem Erzstift Mainz und der Landgrafschaft Hessen erbaut. 1325 tauchte Giselbert von Radehausen in der Umgebung des Mainzer Erzbischofs Mathias auf (Vogt, Regesten 2603). 1329 stand der Edelknecht Eckehard von Radenhausen in Diensten des Mainze Bistumsverwesers Erzbischof Balduin (Otto, Regesten 3039), 1341 war der Ritter Eckehard von Radenhausen erzstiftischer Burgmann in Amöneburg (Otto, Regesten 4658). 1345/1346 war Ludwig von Radenhausen Burgmann in Amöneburg (Otto, Regesten 6076). 1364 urkundete Erzbischof Gerlach in Radenhausen (Vigener, Regesten 1827).
Nach der Niederlage des Mainzer Erzstiftes im Hessischen (1428) wurde auch Radenhausen im 15. Jahrhundert von der Landgrafschaft dominiert. „Burg“ und Dorf wurden im 30jährigen Krieg (1618-1648) zerstört. Welcher Gestalt und Fubkton die „Burg“ in Radenhausen auch war, von mainzischen Besitzrechten an ihr ist ohnehin nichts bekannt.

Quelle: Grathoff, Erzbischofsburgen; Reimer S.371; Knappe S.261.

Von: (sg)