Zu sehen ist die Burg Sooneck
Burgenlexikon - Dr. Stefan Grathoff

Kategorie: R, Bayern Zuletzt aktualisiert: 17.10.2005

Rabeneck/Oberfranken

Südwestlich von waischenfeld an der Wiesent

Hoch über der Rabenecker Mühle im Wiesenttal türmen sich in malerischer Lage, auf zerklüfteten Felsen die Mauern der Burg Rabeneck empor. Besonders kühn zeigt sich die Schloßkapelle auf einer überhängenden Felszunge. Vermutlich wurde das Felsennest als Tochterburg von Rabenstein aus erbaut.
Rabeneck ist vermutlich in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts entstanden. Die Herren von Rabeneck, Verwandte der Herren von Rabenstein, tauchen erstmals 1257 in den Urkunden auf. Die Herren von Schlüsselberg hatten ebenfalls Besitzanteile an der Burg, die 1348 von ihren Erben an den Bischof von Bamberg verkauft wurden. Dieser gab sie aber 1353 an die Rabensteiner weiter, damit war die Burg ganz in deren Besitz übergegangen. 1388 wurde sie durch Ulrich II. von Aufseß und Hans Stiebar erobert. Die Stiebar richteten sich auf der Burg ein. Rabeneck fiel 1525 im Bauernkrieg den aufrührerischen Bauern zum Opfer, welche die Feste niederbrannten. Die Burg wurde wieder aufgebaut, sicherheitshalber aber 1530 zur Hälfte und 1559 dann ganz dem Hochstift Bamberg zu Lehen aufgetragen. Beide Hälften fielen 1577 und 1603 wieder an die Herren von Rabenstein, die seit 1557 auch ihr altes Stammschloß Rabenstein zurückgewonnen hatten. Rabeneck war zu dieser Zeit schon ziemlich verfallen, eine Instandsetzung hätte Unsummen verschlungen. So verpfändeten die Erben Georg Werners von Rabenstein die Burg 1620 an den Lehnsherrn, den Bamberger Bischof. Die Pfandschaft endete jedoch 1716 im Streit, da das Bistum die Burg gänzlich dem Verfall überließ. Die Rabensteiner konnten nur die Hauptburg instandsetzen, die Vorburg ließ man ungenutzt. Das Geschlecht der Rabensteiner erlosch 1742. Noch im gleichen Jahr empfingen die Grafen von Schönborn Schloss und Rittergut Rabeneck sowie Kirchahorn und Weiher von Bamberg zu Lehen.

Von: (sg)