Zu sehen ist die Burg Sooneck
Burgenlexikon - Dr. Stefan Grathoff

Kategorie: R, Bayern Zuletzt aktualisiert: 17.10.2005

Rabenstein/Oberfranken

Südöstlich Waischenfeld, nordwestlich Pottenstein

Burg Rabenstein wurde im letzten Viertel des 12. Jahrhunderts von den Herren von Waischenfeld errichtet. Als diese ausstarben, erbten die Herren von Schlüsselberg den Besitz. Bewohnt wurde die Burg aber von einem 1188 genannten Ministerialengeschlecht, das sich nach der Burg benannte. Im Laufe des 13. Jahrhunderts verließen die Rabenstein die Burg und siedelten sich in Ahorntal an. Auf der Burg saßen nun die Herren von Groß als Lehnsleute der Herren von Schlüsselberg. Schon bald nannten sie sich nach ihrem Sitz Groß von Rabenstein. Als die Schlüsselberger 1347 ausstarben, gelangte die Burg an die Burggrafen von Nürnberg, die es an verschiedene Adelige zu Lehen ausgaben. 1400 übernahm Konrad von Aufseß die Burg. Er musste den Burggrafen zusichern, innerhalb von drei Jahren 900 Pfund Heller für Bauarbeiten aufzuwenden, wohl ein Indiz dafür, daß Rabenstein im Verlauf des sog. Städtekrieges 1388 in Mitleidenschaft gezogen worden war. In den Hussitenkriegen (1419-1439) noch verschont, wurde die Burg im Fürstenkrieg zwischen dem Markgrafen Albrecht Achilles von Brandenburg und Herzog Ludwig von Bayern-Landshut 1460 zerstört. Die Markgrafen nahmen die Burg in Besitz. Die Markgrafen Friedrich und Siegmund belehnten 1489 Konz von Wirsberg mit der Ruine, knüpften dies aber an die Bedingung, die Burg innerhalb von acht Jahren wieder aufzubauen.
1542 wurden die Herren von Stiebar für kurze Zeit mit der Burg belehnt, und im Jahr 1557 gelangte die Burg erneut an die Rabensteiner, die nach 300 Jahren wieder in ihre Stammburg einziehen konnten. Daniel von Rabenstein ließ 1570 die Burg schlossartig ausbauen, doch sein Werk ging 1635 im 30jährigen Krieg (1618-1648) weitgehend zugrunde. In der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts und Anfang des 18. Jahrhunderts wurden Teile des Schlosses wiederaufgebaut. Als das Geschlecht derer von Rabenstein 1742 ausstarb, empfingen die Grafen von Schönborn-Wiesentheid die Herrschaft Rabenstein als markgräfliches Lehen. Anlässlich eines angekündigten Königsbesuches ließ Graf Franz-Erwein 1829/30 die Halbruine weitgehend umgestalten. 

Quelle: burg-rabenstein.de

Information
Burg Rabenstein
Felix Niedzielak
95491 Ahorntal
Tel.: (09202) 972599
Telefax: (09202) 865

Von: (sg)