Zu sehen ist die Burg Sooneck
Burgenlexikon - Dr. Stefan Grathoff

Kategorie: P, Sachsen-Anhalt Zuletzt aktualisiert: 17.10.2005

Plötzkau

nördlich von Alsleben a.d. Saale

Etwa sechs Kilometer nördlich von Alsleben erhebt sich die Burg der Grafen von Plötzkau auf einem Felsvorsprung über der Saaleaue.
Die Reichsburg Plötzkau hat wohl bereits im 11. Jahrhundert bestanden. Nachrichten aus dieser Zeit liegen aber nicht vor. Während der Auseinandersetzungen zwischen Askaniern und Welfen um die Herrschaft in Sachsen wurde sie 1139 von dem Welfen Heinrich dem Stolzen zerstört. Kurz Zeit darauf wurde der Askanier Albrecht der Bär vom reich mit den Plötzkauer Besitzungen belehnt.
1435 fiel die Burg an das Haus Anhalt-Bernburg, Auf dem Grundriss der alten Anlage, einer Rundburg mit Kern- und Vorburg, und unter Einbeziehung romanischer und gotischer Architekturteile, baute Bernhard von Anhalt-Bernburg zwischen 1566 und 1573 die Anlage zu einem repräsentativen Renaissanceschloss aus, das den anhaltinischen Fürsten fast 200 Jahre als Residenz diente.
Es entstanden über 70 Gemächer, Säle und Stuben. Aus dieser Zeit stammt auch der Kamin im ehemaligen Fürstensaal, dessen prunkvoller Aufsatz wahrscheinlich von dem Torgauer Bildhauer Georg Schröter geschaffen wurde. Einer Inschrift zufolge wurde er am 9. November 1567 vollendet. Die Stuckdecke im Fürstensaal weist die Initialen von Victor Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode auf, der von 1700-1765 lebte. Seit 1665 befand sich Plötzkau im Besitz dieser Linie des Hauses Askanien.
Im 18. Jahrhundert wurde Schloss Plötzkau als Residenz aufgegeben. 1741 zog eine Lackwarenfabrik in die Gebäude ein, von 1841 bis 1874 diente der Bau als Gefängnis und Besserungsanstalt. Nach Auflösung der Strafanstalt wurde Schloss Plötzkau Teil der Domäne. Nach 1945 zeitweise von Flüchtlingen bewohnt, nutzte das Landesmuseum für Ur- und Frühgeschichte bis 1992 die Räume als Magazin. Heute nutzt der Schlossverein Plötzkau Teile der Schlossanlage, die noch viel von der alten Bausubstanz aufweist.

Quelle: Schloss Plötzkau; kulturserver.de

Kontakt:
Renaissance Gastronomie Sassenbloume
06425 Plötzkau
Tel.: (034692) 38121
Fax: (034692) 38123
Funk 0151 165 00635
eMail: info@sassenbloume.de
www.sassenbloume.de

Von: (sg)