Zu sehen ist die Burg Sooneck
Burgenlexikon - Dr. Stefan Grathoff

Kategorie: O, Rheinland-Pfalz, Mainzer Erzbischöfe Zuletzt aktualisiert: 06.08.2005

Ober-Olm

Südwestlich Mainz am Rhein

Ober-Olm wird erstmals 1143 erwähnt. Hier war alter erzstiftisch-mainzischer Besitz, auch das Domkapitel und die Mainzer Stifte waren in der Gemarkung begütert. Im Jahr 1329 initiierte der Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg in seiner Auseinandersetzung mit der Stadt Mainz auch die Befestigung des Ober-Olmer Kirchhofes. Der „burgliche Bau“, der damals entstanden war, sollte 1348 gemäß einer Vereinbarung mit den Mainzern niedergelegt werden. Denn der befestigte Kirchhof befand sich innerhalb der Ein-Meilen-Zone, in der nach einer Absprache des Jahres 1244 keine Befestigung existieren durfte. Dieser Einspruch der Stadt Mainz richtet sich gegen ähnliche Befestigungen in Flörsheim/Main, in Weisenau und gegen die befestigten Klöster zu St. Viktor, St. Alban und St. Jakob, die vor den Mauern der Stadt Mainz lagen (Otto 5693). Der befestigte Friedhof in Ober-Olm soll 1354 zerstört worden sein. Später baute der Mainzer Erzbischof in Ober-Olm ein Jagdschlösschen, eine Gebäude in dem dann das Forsthaus untergebracht war.

Quelle: Tillmann S.758; Liebeherr S.196; Pfeil, Kampf S.33; Grathoff, Erzbischofsburgen

Von: (sg)