Zu sehen ist die Burg Sooneck
Burgenlexikon - Dr. Stefan Grathoff

Kategorie: F, Sachsen-Anhalt Zuletzt aktualisiert: 08.07.2005

Falkenstein/SAchsen-Anhalt

Südlich Ballenstedt

Die Burg erhebt sich auf einem Bergsporn über dem malerischen Selketal. Als eine der besterhaltenen Anlagen des Harzraumes und des Landes Sachsen-Anhalt hat sie ihr mittelalterliches Aussehen bis heute im wesentlichen bewahrt. Die Gebäude stehen um einen engen Innenhof. Der ursprünglich romanische Bergfried, wurde um 1592 nochmals verändert, auch die Wohnbauten stammen größtenteils aus dem 16. Jahrhundert.
Burg Falkenstein wurde zwischen 1120 und 1150 als dreiflügelige Anlage mit sieben Toren, fünf Zwingern und drei Gräben gegründet. Ihr Bauherr war Burchard der Jüngere von Konradsburg, der sich später von Falkenstein nannte. Für Graf Hoyer II. von Falkenstein verfaßte hier der Ritter Eike von Repkow um 1220 den "Sachsenspiegel", neben dem Schwabenspiegel das bedeutendste deutsche Rechtsbuch des Mittelalters, das die Rechtsgewohnheiten des sächsischen Volkes bewahrt hat. Ende des 13. Jahrhunderts standen die Falkensteiner auf der Höhe ihrer Macht. Burchard V., der letzte Falkensteiner Graf schenkte 1332 Burg und Herrschaft Falkenstein dem Hochstift Halberstadt. Doch die Bischöfe kümmern sich wenig um die Burg und verpfändeten sie 1437 an die Herren von Asseburg mit der Bedingung, sie baulich wieder herzustellen. Die Asseburger Grafen ließen die Burg im 16. Jahrhundert zu einem Wohn- und Jagdschloß im Stil der Renaissance umbauen. Veranstaltungen Konzerte, Vorträge, historische Burgfeste, Ritteressen, Sonderausstellungen.

Information/Museen
Stiftung Schlösser, Burgen und Gärten
Museum Burg Falkenstein
06543 Pansfelde
Tel.: (034743) 8135
Fax: (034743) 61942

Von: (sg)