Zu sehen ist die Burg Sooneck
Burgenlexikon - Dr. Stefan Grathoff

Kategorie: C, Rheinland-Pfalz Zuletzt aktualisiert: 01.07.2005

Cochem

An der Mosel

Die weitgehend im 19. Jahrhundert (wieder auf-)gebaute Burg Cochem ist ein treffliches Beispiel eines neugotischen Bauwerks des Historismus, das älteres Mauerwerk in die Neugestaltung mit einbezogen hat. Burg Cochem wurde um 1027 vom Pfalzgrafen Ehrenfried (Ezzo), der 1034 verstarb, gegründet. Cochem war bis 1150 Reichslehen der Pfalzgrafen. Danach saß ein königlicher Burggraf auf der Burg. Im Jahr 1294 verpfändete König Adolf von Nassau die Burg zusammen mit etwa 50 Orten an den Trierer Erzbischof. Die Burg wurde in der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts unter dem Trierer Erzbischof Balduin von Luxemburg (1285-1354) festungsartig ausgebaut. Bis 1794 war Cochem Sitz eines kurtrierischen Amtmannes. Von der mittelalterlichen Anlage sind als älteste Bauteile der achteckige Unterbau des Bergfrieds (im Inneren 11. Jahrhundert, im 14. Jahrhundert ummantelt) und die Außenmauern der Wohngebäude erhalten. Später kam das Haupttor hinzu (heute stark verändert). Während des Pfälzischen Erbfolgekrieges (1688-1697) wurde die damals pfalzgräfliche Burg, nachdem sie 1673 bereits beschossen worden war, im Jahr 1689 von den Franzosen fast vollständig zerstört. Zwischen 1869 und 1877 wurde die Burg teilrestauriert, im neugotischen Stil wieder aufgebaut und mit malerischem Innenschmuck versehen.

Information:
Burgschänke-Terrasse
Reichsburg Cochem
56812 Cochem
Tel.: (02671) 255
Fax: (02671) 5691

Von: (sg)