Zu sehen ist die Burg Sooneck
Burgenlexikon - Dr. Stefan Grathoff

Kategorie: C, Bayern Zuletzt aktualisiert: 01.07.2005

Coburg

Coburg in Bayern

Die über 935 Jahre alte ehemalige Residenz der sächsischen Herzöge wird überragt von der Feste Coburg, der "Fränkischen Krone", die in sehenswerten historischen Räumen Kunstschätze von internationaler Bedeutung birgt. Während der Name Coburg bereits 1056 in einer Schenkungsurkunde der Polenkönigin Richeza, einer Enkelin Kaiser Ottos II. auftaucht, wird die Burg (sloss) Coburg erstmals 1225 erwähnt. Zu dieser Zeit war die Burg im Besitz der mächtigen Herzöge von Meranien aus dem altbayerischen Grafengeschlecht von Dießen-Andechs. Ihnen folgten 1248 die hochfreien Grafen, die vorübergehend, von 1292-1312, den brandenburgischen Makgrafen aus dem Haus Askanien Platz machten, 1353 dann aber ganz abtreten mußten. In diesem Jahr fiel die Burg mit der sog. "Neuen Herrschaft" im Erbgang an den Markgrafen Friedrich den Strengen von Meißen (1332-1381) aus dem Haus Wettin. Infolge der Übertragung der sächsischen Kurwürde (1423) an die Meißener ging der Name "Sachsen" auch auf die übrigen Besitzungen des Hauses Wettin über. Coburg wurde somit als "sächsisches Ortland in Franken" zum Nebenland des weit entfernten wettinischen Hausbesitzes (Mark Meißen und Thüringen). Im Jahr 1540 verlegten die Burgherren ihre Residenz in die Stadt, da die Burg durch einen Brand in Mitleidenschaft gezogen war. Die Besitzerschaft an Coburg durchwanderte mehrere sächsische Familienzweige. Nach der Abdankung 1918 des letzten Herzogs von Coburg, Carl Eduard, der bis zu seinem Tod 1954 auf der Burg lebte, wurde Coburg vom Bayerischen Staat übernommen. Der heutige Baubestand entstammt überwiegend der Zeit nach 1500. Drei Pfeiler des alten Palas aus dem 12./13. Jahrhundert sind im jetzigen Fürstenbau integriert. Anfang des 17. Jahrhunderts und zwischen 1669 und 1671 wurde die Anlage fortifikatorisch verstärkt. Erste Restaurationsversuche erfolgten in den Jahren seit 1838. Unter der Leitung des berühmten Burgenforschers Bodo Ebhardt wurde die Anlage zwischen 1906 und 1924 instandgesetzt.

Information:
Burg Coburg
Herrngasse 4
96450 Coburg
Tel.: (09561) 7418-0
Fax: (09561) 7418-29

Kunstsammlungen der Veste Coburg
Tel.: (09561) 8790
Fax: (09561) 87966
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Von: (sg)