Zu sehen ist die Burg Sooneck
Burgenlexikon - Dr. Stefan Grathoff

Kategorie: B, Baden-Würtemberg Zuletzt aktualisiert: 28.06.2005

Baldern

Nördlich Bopfingen

Die alte Burg wurde im 12. Jahrhundert von den Edelfreien von Baldern im Auftrag des Bischofs von Regensburg gegründet und erstmals 1150 erwähnt. 1215 gab der Bischof die Burg an das Kloster Ellwangen, das die Burg im Jahr 1280 als Lehen an den Grafen Ludwig V. von Oettingen weiterreichte. Das politische und finanzielle Engagement des Grafen Ulrich im Markgrafenkrieg gegen die Stadt Nürnberg (1449/1450) und im Reichskrieg gegen den geächteten Herzog Ludwig den Reichen von Bayern-Landshut (1459-1463) zwangen den Grafen, die Burg seit 1466 mehrfach an Adlige aus der Region, später auch an Wilhelm von Rechberg zu verpfänden. Nach der Einlösung des Pfandes wurde Baldern 1473 an Herzog Ludwig den Reichen verkauft, 1507 aber von Graf Ernst I. von Oettingen-Baldern zurückerworben. Im 30jährigen Krieg wurde die Anlage mehrfach geplündert, seit 1663 aber zum Mittelpunkt und als Residenz eines Grafschaftteils ausgebaut. Zwischen 1719 und 1725 baute man die Burg zu einem prachtvollen Barockschloß mit barockem Turm, reich geschmückten Toren, schönem Treppenhaus und Rittersaal aus. 1798 starb das Geschlecht Oettingen-Baldern aus, und die Burg gelangte im Erbgang an das fürstliche Haus Oettingen Wallertstein. Die seit 1280 bestehende Lehenshoheit des Klosters Ellwangen erlosch mit der Aufhebung des Klosters im Jahr 1803. Seitdem ist das Haus Oettingen-Wallerstein im vollen Eigentum des Schlosses. Das Barockschloß verwahrt eine der größten privaten Waffensammlungen Deutschlands.

Information:
Schloß Baldern
Fürst zu Oettingen-Wallerstein
73441 Bopfingen
Tel.: (07362) 4355
Fax: (07362) 21990
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Von: (sg)