Zu sehen ist die Burg Sooneck
Burgenlexikon - Dr. Stefan Grathoff

Kategorie: M, Polen Zuletzt aktualisiert: 29.07.2005

Marienburg (Polen)

Die Burg liegt heute im polnischen Malbork über dem Fluss Nogat

Der Deutsche Orden begann mit dem Bau der Ordensburg im Jahr 1278. Die Bauarbeiten wurden um 1300 abgeschlossen und seit 1309 war die Marienburg Sitz der Hochmeister und Mittelpunkt der Ordensverwaltung. Mitte des 14. Jahrhunderts wurde die Vorburg zum Mittelschloss ausgebaut und Nogat-abwärts eine geräumige Vorburg angelegt. Um 1380-1398 wurde der Westflügel erweitert und umgebaut. Nach der verlorenen Schlacht von Tannenberg am 15. Juli 1410 war der Orden nicht mehr imstande, größere Bauvorhaben durchzuführen. 1410 versuchten die Polen vergeblich, Marienburg einzunehmen. Es gelang dem Orden in der Folge, die Befestigungen noch einmal weiter zu verstärken. 1457 wurde die Marienburg von den Polen besetzt und blieb bis 1772 mit der Geschichte des polnischen Staates verbunden. Die Hauptstadt des Deutschen Ordens wurde nach Königsberg verlegt. Bei der Teilung Polens 1772 besetzte preußisches Militär die Burg. Nach dem Übergang an Preußen erfolgten 1799-1803 einige wenig gelungene Umbauten. Seit 1804 wurden Wiederherstellungsarbeiten u.a. durch die Baumeister Schinkel und Gersdorf unternommen. Eine gelungene Restauration nahm zwischen 1882-1922 Conrad Steinbrecht und später Bernhard Schmid vor. Im 2. Weltkrieg wurde die Marienburg schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Von: (sg)