Zu sehen ist die Burg Sooneck
Burgenlexikon - Dr. Stefan Grathoff

Kategorie: M, Rheinland-Pfalz Zuletzt aktualisiert: 29.07.2005

Manderscheid (Kreis Bernkastel)

Südlich Daun/Eifel

Der Ort Manderscheid wird bereits 973 urkundlich erwähnt (MGH. DD. OII Nr. 39). Der Ort war 1140 im Besitz des Grafen Heinrich von Luxemburg. Im Rahmen der Schilderung einer Fehde zwischen Graf Heinrich mit Erzbischof Albero von Trier um den Besitz der Abtei St. Maximin wird in Jahren 1146/1147 die Übergabe der Burg Manderscheid an das Erzstift Trier berichtet. Wie lange damals die Burg schon bestanden hat, lässt sich allerdings nicht sagen.
Unter Erzbischof Heinrich von Vinstingen (1260-1286) war sie Sitz eines Amtmannes. Sie wurde 1673 von den Franzosen zerstört und ist seitdem Ruine.
Die auf einem steilen Felsen gelegene Niederburg war Stammsitz der Grafen von Manderscheid. Sie erbauten in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts die Burg im Auftrag der Grafen von Luxemburger und saßen als deren Lehnsleute auf der Feste. Im Jahr 1201 wird die Burg erstmals urkundlich erwähnt. 1427/28 wurde die Anlage erweitert. Dietrich II. von Manderscheid legte eine Vorburg an und bezog den Ort Niedermanderscheid in den Burgbering mit ein.
Im 30jährigen Krieg wurde Manderscheid 1618 durch Erzherzog Albrecht von Brandenburg belagert und erobert. Seitdem verfiel die Burg und wurde nicht mehr bewohnt. Erst der Eifelverein setzt sich seit 1899 für die Instandhaltung der Anlage ein.

Information
Burg Manderscheid
Burgverwalter Herr Scholz
54531 Manderscheid
Tel. (06572) 737

Von: (sg)