Zu sehen ist die Burg Sooneck
Burgenlexikon - Dr. Stefan Grathoff

Kategorie: M, Rheinland-Pfalz Zuletzt aktualisiert: 29.07.2005

Madenburg

Nördlich Klingenmünster/Weinstraße

Im Jahr 1076 war die Reichsburg Madenburg (Beate Marie) fest in der Hand einer antisalischen Dynastengruppe und wurde ebenso wie der Trifels 1081 dem salischen Königshaus vorenthalten, und sogar dem Gegenkönig Hermann von Salm zur Verfügung gestellt. Dann geriet sie in die Hand des Mainzer Erzbischofs, denn im Dezember 1112 beschwerte sich Kaiser Heinrich V. (1106-1125), dass sein ehemaliger enger Parteigänger, der Mainzer Erzbischof Adalbert von Saarbrücken (1111-1137), die ihm als Lehen überlassenen Reichsburgen Trifels und Madenburg, einfach okkupiert habe, obwohl sie Eigentum des Königs und der Speyerer Kirche seien. (MzUB I, 451) Während Mainz den Trifels bereits am 6.4.1113 zurückgab (BW 25, 32), kam die Madenburg erst 1137 unter Erzbischof Adalbert II. an das Bistum Speyer bzw. das Reich zurück. Als Madenburg wird die Burg erstmals 1176 genannt, als sie im Besitz der Gräfin Ida von Madenburg war. Anfang des 13. Jahrhunderts kam die Burg als kaiserliches Lehen an die Grafen von Leiningen und wurde Mitte des 14. Jahrhunderts Ganerbenburg. Als Anteilseigner werden die Landschaden von Steinach, die Herren von Sickingen, von Heydeck und Ulrich von Württemberg genannt. 1516 fiel die Burg durch Kauf ganz an das Bistum Speyer und wurde Sitz eines speyerischen Amtmannes. Die Madenburg wurde im Bauernkrieg 1525 sowie 1532 beschädigt und 1689 von den Franzosen endgültig zerstört.

Quelle: Grathoff, Erzbischofsburgen; Dehio S. 266; Stein, Burgen und Schlösser S.170-

Information
Bischofsburg Madenburg
Gemeindeverwaltung
76831 Eschbach

Von: (sg)