Zu sehen ist die Burg Sooneck
Burgenlexikon - Dr. Stefan Grathoff

Kategorie: B, Niedersachsen Zuletzt aktualisiert: 28.06.2005

Bentheim/Niedersachsen

Burg Bentheim ist die größte Höhenburg Nordwestdeutschlands.
Bentheim wird erstmals im Jahr 1020 erwähnt. Besitzer war in dieser Zeit Graf Otto von Northeim. Im Jahr 1116 eroberte Herzog Lothar von Süpplinburg das Anwesen. Die Burg wurde wieder aufgebaut, doch wenig später (um 1120) von einem Grafen von Holland erobert. Die Grafen blieben 250 Jahre im Besitz der Burg, starben aber 1370 aus. Unter ihrer Besitzerschaft sind viele der heute noch erkennbaren Mauern entstanden. Als Erben der Burg erschienen die Herren von Götterswyk. Sie bauten die Anlage sowohl wohnlich als auch festungsmäßig aus. Als Nachkommen der Götterswyck erschienen die Herren von Bentheim-Tecklenburg (1609) und später von Bentheim-Steinfurt. Der Niederländische Freiheitskrieg brachte eine spanische Besetzung, der 30jährige Krieg die vielerorts bekannten Kriegslasten. Im 18. Jahrhundert waren die Bentheimer gezwungen, die Burg an das Kurfürstentum Hannover zu verpfänden. Die bereits in Angriff genommene Sprengung der Burg 1795 durch die Franzosen wurde durch einen glücklichen Zufall abgewendet. Doch der Zerfall der Burg ging auch unter preußischer und hannoveranischer Herrschaft weiter. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden Sicherungs- und Wiederaufbauarbeiten eingeleitet.

Information:
Burg Bentheim
Christian Fürst zu Bentheim
48455 Bad Bentheim
Tel.: (05922) 98330
Fax: (05922) 983320
Telefax Museum: (05922) 5011

Von: (sg)