Zu sehen ist die Burg Sooneck
Burgenlexikon - Dr. Stefan Grathoff

Kategorie: B, Niedersachsen Zuletzt aktualisiert: 23.06.2005

Bodenhausen

500 Meter östlich von Ballenhausen südöstlich Göttingen

Vom Mauerwerk der alten Burg Bodenhausen ist nichts mehr zu sehen, deutlich kann man aber den gewaltigen Burggraben erkennen, der die Burganlage nach Westen, Süden und Osten geschützt hatte. Auch noch zu erkennen sind die Reste des Bergfrieds in Form eines kleinen Hügels.
Als erster Vertreter seines Geschlechts ist 1101 (Freundliche Mitteilung von Hans-Erich Freiherr von Bodenhausen vom 11.5.2009) Ardimarus von Bodenhausen bezeugt. Vermutlich stammen sie von einem Zweige des rheinischen Geschlechts von Saulheim. Die welfischen Herzöge belehnten 1318 die Herren von Bodenhausen mit der Vogtei über das Dorf Bodenhausen. In jener Zeit muss die Burganlage errichtet worden sein. In einer Fehde des Günter von Bodenhausen mit der Stadt Göttingen wurde Burg Bodenhausen im März oder April 1396 zerstört. Hilfesuchend wandte sich der Bodenhausener an den Mainzer Erzbischof und bekam sie auch. Am 13. bzw. 14. Mai 1400 trugen die Herren von Bodenhausen ihren zerstörten alten Stammsitz dem Kurfürsten von Mainz zu Lehen auf. (Mainzer Ingrossaturbücher 13 fol. 182) Mainzer und Bodenhausener versuchten mehrfach gemeinsam, die Burg wieder aufzubauen und als Stützpunkt gegen die Landgrafen zu etablieren, doch es gelang ihnen nicht. Zerstörerische Überfälle und rechtliche Auseinandersetzungen verhinderten den Neubau. Die Burgstelle wurde 1594 durch Herzog Julius von Braunschweig verwüstet (Wolf-Loeffler S.49). Die Bodenhausener gaben ihren alten Stammsitz auf zogen nach Niedergandern um, wo sie eine Burg errichteten. Burg Bodenhauseen fiel 1692 in einem Grenzvertrag zwischen Mainz und Hannover an das Haus Hannover.

Von: (sg)