Zu sehen ist die Burg Sooneck
Burgenlexikon - Dr. Stefan Grathoff

Kategorie: B, Rheinland-Pfalz Zuletzt aktualisiert: 23.06.2005

Bissersheim

Bissersheim südöstlich Grünstadt/Hessen

Die Gemeinde Bissersheim wurde im Jahr 774 erstmals als Bizziricheshaim erwähnt. In der Gemarkung war das elsässische Kloster Weißenburg begütert, im Jahr 872 auch das Kloster Münsterdreisen. Ortsherren waren bis 1795 die Grafen von Leiningen. Diese bauten im 13. Jahrhundert im Ort eine Wasserburg. 1391 trat eine Gräfin von Sponheim, Markgräfin von Baden, die Burg an die Pfalzgrafen ab. Dies erregte Unmut im Hause Leiningen und im Jahr 1460 ließ Kurfürst Friedrich I. die Anlage schleifen, bevor er sie dem leinigischen Haus zurückgegeben musste. Die Anlage wurde wiederaufgebaut und 1467 erneut an die Pfalzgrafen bei Rhein abgegeben, Im Jahr 1470 wurde das Schloss zerstört und die Ruine 1505 von den Herren von Leiningen-Westerburg zurückgekauft. An der Stelle des alten Schlosses erbauten die Leininger 1764 ein großes Jagdhaus mit Stallungen und Wirtschaftsgebäuden, das aber nur bis zum Ende des 18. Jahrhunderts Bestand hatte.

Von: (sg)