Zu sehen ist die Burg Sooneck
Burgenlexikon - Dr. Stefan Grathoff

Kategorie: B, Hessen Zuletzt aktualisiert: 23.06.2005

Bingenheim

Bingenheim südöstlich Echzell (Wetteraukreis)

Die Gegen um Bingenheim war früh besiedelt. Am Lochberg lag ein kleines Römerkastell, in der Nähe der Limes. Eire Burg als Mittelpunkt der ehemaligen fuldischen Mark wird im Jahr 1064 erstmals genannt. Die Burg war ursprünglich Besitz des Klosters Fulda, im Jahr 1435 teilweise, 1570 dann ganz im Besitz der Landgrafen von Hessen. Zwischen 1648 - 1681 war Bingenheim Residenz des Landgrafen Wilhelm Christoph von Hessen-Homburg-Bingenheim.

Baubeschreibung: Regelmäßig rechteckige Anlage. Die ehemals nassen Gräben größtenteils erhalten. Die zinnenbekrönte Ringmauer der Vorburg mit zwei Ecktürmen, Ende 15. Jahrhundert. Steinerne Brücke, 1729. In der Vorburg das ehemalige Amtshaus, 1723. In der Hauptburg der sog. "Hohe Bau", 15.Jahrhundert, ein viergeschossiger Wohnturm mit vier erkerartig vorkragenden Ecktürmchen. Treppenvorbau 1679. Daneben der ehemalige Küchenbau 1. Hälfte 18. Jahrhundert. Der sog. "Lange Bau", das ehemalige Hessen-Bingenheimische Schloss, im Kern spätgotisch, 1675 von Landgraf Wilhelm Christoph erneuert.

Quelle: Dehio S. 90

Von: (sg)