Zu sehen ist die Burg Sooneck
Burgenlexikon - Dr. Stefan Grathoff

Kategorie: B, Hessen Zuletzt aktualisiert: 04.06.2005

Berneburg

Berneburg westlich Stadt Sontra

Der Stammsitz der Herren von Berneburg auf dem Hügel hinter dem Ort soll im Jahr 1385 von Truppen des thüringischen Landgrafen zerstört worden sein. Wahrscheinlich kurz nach 1385 wurde der Wohnturm (Kemenate) im Tal erbaut, der 1435 zuerst erwähnt wird und ehemals von einem Wassergraben umgeben war. Nach einer Urkunde des Jahres 1431 gehörte der Wohnturm bisher dem Hermann von Berneburg und wurde jetzt dem Ritter Eghart von Röhrenfurt und Hermann Riedesel übergeben, als Lehen des Ortsherren, des St. Cyriakusstiftes in Eschwege. Das Geschlecht derer von Berneburg starb 1469 aus. 1518 gehörte die Burg je zur Hälfte den Herren von Hundelshausen und von Biedenfeld. Die Biedenfelder trugen die Kemenate nach Aufhebung des Cyriakusstiftes (1527) zusammen mit den Stein zum Löwenstein als Lehen der Landgrafen von Hessen. Die Kemenate verlor im 17. Jahrhundert ihre Bedeutung als befestigter Wohnsitz und wurde Teil eines Bauernhofes.

Baubeschreibung: Vom Stammsitz sind Geländespuren auf dem Felsen über der Kirche erhalten. Der Wohnturm ist ein quadratischer, fünfgeschossiger Bau (10x10 Meter Seitenlänge), das oberste Stockwerk mit gekuppelten Fensteröffnungen. An der Nordseite der hochgelegene Eingang. Das anschließende Wohnhaus wurde 1656 erbaut

Quelle: Dehio S. 80; Knappe S.170

Von: (sg)