Zu sehen ist die Burg Sooneck
Burgenlexikon - Dr. Stefan Grathoff

Kategorie: B, Hessen Zuletzt aktualisiert: 04.06.2005

Beilstein/Spessart

Gemeinde Lettgenbrunn (Jossgrund)

Um 1313 kaufte der Mainzer Erzbischof Peter den Ort Orb von den Erben der Büdinger, den Herren von Trimberg und von Hohenlohe-Brauneck zurück (s. unter Orb) und erbaute im nahen Beilstein eine Burg. Erzbischof Heinrich nahm 1343 - damals wurde die Burg erstmals genannt - den Edelknecht Fritze Forstmeister von Gelnhausen zum Erbburgmann auf seiner Burg (Otto 5008). Doch nicht die ganze Burg wurde vom Erzstift verwaltet. Teile der Anlage wurden an befreundete Adelige verpfändet. 1359 einigte sich Erzbischof Gerlach mit den Rittern Diez von Thüngen (Tüngeda) und Friedrich Forstmeister samt deren Familien über den ihnen von seinen Vorgängern versetzten Teil der erzbischöflichen Burg Beilstein (Vigener 1168). Danach hört man lange Zeit nichts von der erzbischöflichen Burg. Mit dem Übergang der Herrschaft an die Grafen von Hanau verlor die Burg ihre Bedeutung und verfiel. Sie wurde 1427 letztmals genannt. Bis heute haben nur geringe Reste der Burg die Jahrhunderte überdauert.

Quelle: Knappe 380; Dehio 56; Grathoff, Erzbischofsburgen; Patze, Entstehung 24,100; Demandt, Hessen 129,145; Tillmann 70.

Literaturhinweis:
Gustav Freiherr Schenk zu Schweinsberg: Die Burg Beilstein bei Orb. In: Hessenland 11 (1897)

Von: (sg)