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Burgenlexikon - Dr. Stefan Grathoff

Fußnoten (FN)

Fußnoten 1-19

(FN 1) Das Gotteshaus Andlau wird im Folgenden grundsätzlich als Abtei bezeichnet. Die Abtei wurde von ihrer Gründerin Richardis mit eigenen Statuten versehen und war dem Benediktinerorden verbunden. Am 19.4.1499 wurde die Abtei in ein dem Ritus der Straßburger Domkirche folgendes weltliches adliges Damenstift umgewandelt (Clauss, Historisches Wörterbuch S. 39). Die Statuten sind gedruckt bei Bruckner, Regesta Alsatiae 390 Nr. 656 = Regesten der Bischöfe von Straßburg. Bd.1. Nr. 113 zu den Jahren 888-906. Eine Abschrift befindet sich in den ABR, H 1367. Vgl. zu den Statuten Wollbrett,: De Wasselonne à Ribeauvillé S. 85; Reichsland S. 31; Barth, Rebbau S. 195; Barth, Art. Andlau Sp. 65ff. Nach Barth, Quellen S. 157 erfolgte die Niederschrift der Statuten um 892.

(FN 2) Zur Herkunft des Namens Andlau (Eleon) Forrer, frises S. 53 Anm.1; Langenbeck, Doppelnamen S. 336 und Langenbeck, Herkunft S. 102-103. Vgl. die Hinweise bei Barth, Rebbau 1, S. 27 und 2, S. 18.

(FN 3) Die ältere Literatur zur Geschichte Andlaus ist bei Clauss, Wörterbuch S. 43 und bei Wagner, Studien S. 445-469 aufgeführt und findet sich auszugsweise - bibliographisch teilweise aber nicht nachweisbar - bei Brackmann, Germania S. 39f. Vgl. Oberlé, Andlau et son abbaye. Zur kunstgeschichtlichen Bedeutung Andlaus Kautzsch, Kirchenbau S. 53-55 zur Krypta und S. 251-258, zur Abteikirche in Andlau, S. 305 zur kunstgeschichtlichen Literatur. Vgl. im Anhang die Abbildungen Nr. 309-321. Eine genaue Beschreibung der Kirche und der Krypta auch bei Kraus, Kunst S. 8ff. Vgl. den Artikel "Andlau" bei Will, Répertoire S. 5-10 und Deharbe, crypte S. 125-131 und 231-238. Zum Wappen der Abtei Friedrich Hirsching: [Art. Andlau]. In: Stifts- und Closter-Lexicon [...] S. 131.

(FN 4) Bécourt, L'Abbaye; Bécourt: L'Abbaye d'Andlau au XVe siècle S.165-172, 289-300, 393-402, 528-538 und 639-650.

(FN 5) Büttner, Andlau und der Dagsburger Wald S.10-27; Büttner, Andlau und der Schwarzwald, schwarzwäldisch S.32-44; Büttner, Andlauer Besitz S.15-30; Büttner, Geschichte des Elsass; Büttner, Kaiserin Richgard S.83-91. Vgl. Büttner: Geschichte des Elsaß. Hier sind einige der zitierten Aufsätze erneut abgedruckt.

(FN 6) Der Legende nach suchte Richardis nach der Trennung von ihrem Ehemann einen Ort, an den sie sich zurückziehen konnte und gewahrte im Tal von Andlau eine Bärin mit ihren Kindern, die mit ihren Tatzen den Boden aufwühlte. Die Erscheinung veranlasste sie, an diesem Ort die Abtei zu gründen. An die Legende erinnert eine steinerne Bärin in der Krypta der Klosterkirche. Siehe dazu Wirtz, Bär S. 386ff.; Kraus, Kunst S. 7; Bécourt, Andlau son abbaye S. 61f.

(FN 7) Barth, Richardis S. 11-100. Vgl. allgemein Clauss, Heiligen S. 111-113. Richardis war die Tochter des alemannischen Fürsten Erchangar im Elsaß und mit Karl III. (893-929) verheiratet. Siehe dazu Kehr (Bearb.), Urkunden der Deutschen Karolinger S. 26f. Zum Tod der Richardis am 18.9.896 siehe Clauss, Wörterbuch S. 37; Kraus, Kunst S. 8; Bécourt, Andlau S. 83. Die Konsekration und das Begräbnis gegen Ende des Jahres 1049 durch Papst Leo IX. (1048-1054) ( Brackmann, Germania 3, 42 Nr. 4) werden auch bei Langenbeck, Herkunft S. 102; Dümmler, Geschichte S. 285 und Barth, Handbuch Sp.65 behandelt. Die Annalista Saxo S. 688 stellen den Vorgang dagegen in das Jahr 1048.

(FN 8) Vgl. Rapp, Réformes et réformation S. 252 und Rapp, Rentabilität Manuskript S. 11f.. Ist als Aufsatz im Band 48 "Weinkonsum und Weinproduktion im Mittelalter" der Reihe Geschichtliche Landeskunde. Veröffentlichungen des Instituts für geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz. Hg. von Michael Matheus erschienen (http://www.igl.uni-mainz.de).

(FN 9) Deharbe, Sainte Richarde S. 103ff.; Dollinger, Histoire de l'Alsace S. 366.

(FN 10) Vgl. hierzu Wiegand, Urkunde Kaiser Karls III. für Andlau S. 732.

(FN 11) Schoepflin, Alsatia aevi Merovingici.

(FN 12) Urkundenbuch der Stadt Strassburg.

(FN 13) Würdtwein, Nova Subsidia.

(FN 14) Regesten der Bischöfe von Straßburg.

(FN 15) Brackmann, Germania.

(FN 16) Kehr, Urkunden.

(FN 17) Ein Inventar der Bestände des ABR liegt vor. Spach, Inventaire S. 177-197 zur Abtei Andlau. Leider stimmen die Lagerorte nicht immer mit den Angaben Spachs überein. So waren beispielsweise die bei Spach angekündigten Erbzins- und Pachtbriefe der Jahre 1476ff. unter der Standnummer ABR, H 2368 nicht zu finden. Stattdessen befanden sich in dem Faszikel Akten zur herrschaftlich umstrittenen Sägemühle. Vielleicht hängt diese mehrfach zu beobachtende Unordnung der Bestände mit dem Verlust des Andlauer Salbuches von 1348 zusammen, das Grandidier noch benutzt haben soll. Zur Arbeitsweise Grandidiers und seinen Verfälschungen siehe Bloch, Ueberlieferung und die Ausführungen im ersten Band der Regesten der Bischöfe von Straßburg S. 132ff.

(FN 18) Das durch J. Rest verzeichnete Archiv der Grafen von Andlau (Rest, Archivalien), das in Freiburg aufbewahrt wurde, gelangte 1909 zunächst in das Generallandesarchiv Karlsruhe, um nach dem Zweiten Weltkrieg als Depositum an die Archives Départementales du Bas-Rhin (ABR, 39 J) abgegeben zu werden (Freundliche Mitteilung durch Archivdirektor Dr. Fischer vom Staatsarchiv Freiburg).

(FN 19) Offensichtlich hängt der Beginn der kontinuierlichen Buchführung mit der Umwandlung der Benediktinerabtei in ein adliges Damenstift zusammen.

Zum Literaturverzeichnis

 

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Fußnoten 20-71

(FN 20) Siehe dazu Wagner, Studien S. 445. Erben, Anfänge bezeichnet S. 30 Andlau als "das einzige Römische Kloster im Elsaß".

(FN 21) Das Privileg Papst Johannes VIII. bei Bruckner, Regesta 369 Nr. 609 und Brackmann, Germania 3, 41 Nr. 1. Beide Autoren legen den Zeitpunkt der Abfassung auf Februar 881 fest. Barth, Handbuch Sp.65 entscheidet sich für den Zeitraum zwischen 872 und 882. Büttner, Geschichte S. 157 datiert das päpstliche Privileg auf den Termin der Kaiserkrönung im Februar, bringt aber auch einen längeren Italienaufenthalt Karls III. (893-929) im Jahr 883 mit diesem Ereignis in Verbindung. Vgl. Büttner, Kaiserin S. 88; Wagner, Studien S. 447.

(FN 22) Entsprechende Interpretationen einer Trennungsbewegung sind bei Wagner, Studien S. 447 zu finden. Vgl. Büttner, Geschichte S. 157.

(FN 23) Karl III. (893-929) bestätigte am 3.2.912 der Abtei Andlau die Immunität und gewährte Königsschutz (Schoepflin, Als. Dipl. 1, S. 103 Nr. 129 = Bruckner, Regesta 405 Nr. 675). Erwähnt bei Barth, Handbuch Sp.65 und Dümmler 3, S. 285.

(FN 24) Richardis bat den Papst, die Abtei dem Diözesanbischof Baltram/Walram (888-906) zu empfehlen. Vgl. die Urkunde Ludwig IV. (900-911), aus der die Unterstellung unter päpstlichen Schutz, die freie Äbtissinnenwahl und die Schutzherrschaft des Straßburger Bischofs hervorgeht (Schoepflin, Als. Dipl. 1, S. 98 Nr. 126). Nach Bruckner, Regesta 403 Nr. 670 handelt es sich hierbei um eine Fälschung.

(FN 25) Reg. Bi. Str. 1, S. 256 Nr. 200 zum Zeitraum zwischen Mai 996 und Februar 999; Brackmann, Germania 3, S. 41f.; Langenbeck, Herkunft S. 102; Erben, Anfänge S. 30. Wohl wissend, daß diese Überlassung der Schutzherrschaft schnell zur Entfremdung der Abtei führen konnte, bestätigte Papst Sylvester II. (999-1003) zunächst die Verfügung seines Vorgängers, ließ aber im Mai 999 die päpstlichen Rechte erneut in Erinnerung bringen (Schoepflin, Als. Dipl. 1, 142 Nr. 177 = Würdtwein, Nova 6, S. 143 Nr. 71 = Reg. Bi. Str. 1, 256 Nr. 201; Brackmann, Germania 3, S. 42). Der Papst verpflichtete den Straßburger zur jährlichen Lieferung von drei Kamisialen. Sollte der Bischof die Zahlung dieses Zinses viermal hintereinander versäumen, verlor er sämtliche Rechte an der Abtei. Vgl. Wagner, Studien S. 450.

(FN 26) Nach Büttner, Kaiserin S. 91 hatte Andlau mit dem Tod der Richardis um 896 seinen Höhepunkt in der Entwicklung bereits überschritten.

(FN 27) In der Nacht vom 27. auf den 28 Mai 1160 wurden die Abtei, die Kirche, die Klausur und fast die gesamte Ortschaft durch einen verheerenden Brand verwüstet. Nonnen, Konversen und andere Laien mußten die Ruine räumen. Die Äbtissin Hadziga (Hagela) (um 1160/1161) blieb zurück und stellte notdürftig die Ordnung wieder her. Sie sammelte Spenden, zog diverse Einkünfte zusammen und ließ die Abtei für 28 Talente wieder aufbauen (Kautzsch, Kirchenbau S. 256f.; Clauss, Wörterbuch S. 40).

(FN 28) Um das Bauvorhaben rechtlich abzusichern und den Neubau wieder in die angestammte Rechtsstellung zu bringen, bestätigte Friedrich I. (1152-1190) am 24.10.1162 die Privilegien der Abtei (Stumpf, Kaiserurkunden S. 351 Nr. 3971).

(FN 29) In den Klosterstatuten hatte Richardis genaue Bestimmungen über das Verbleiben der Vogteigewalt bei den Nachkommen ihres Geschlechtes getroffen (Wagner, Studien S. 448). Als einer der ersten Amtsinhaber wird 1064 Vogt Heinrich, Graf vom Nordgau und Egisheim genannt (Reg. Bi. Str. 1, 278 Nr. 286 vom 2.5.1064). 1165 werden ein Gottfried, Bruder des Andlauer Ministerialen, des Ritters Erbo von Wasselnheim, und 1167 ein subadvocatus Arnulfus genannt (ABR, H 2294). Um 1170 soll sich die Vogtei bis zum Ende des 12. Jahrhunderts in den Händen der Grafen von Egisheim-Dagsburg befunden haben (Dubled, L'avourie S. 21). Nach Brackmann, Germania S. 40 waren die Dagsburger bis 1211 Vögte der Abtei Andlau. Nach anderer Ansicht (Reichsland S. 31) ging die Vogtei in den 70er Jahren des 12. Jahrhunderts auf die Hohenstaufer über, die Untervögte (zu ihnen Wagner, Studien S. 462) einsetzten. Vgl. allgemein zur Vogtei Wagner, Studien S. 453-458; Clauss, Wörterbuch S. 37f.

(FN 30) Biller/Metz S. 2. Clauss, Wörterbuch S. 39. Nach anderer Ansicht erfolgte die Erhebung erst später durch König Rudolf von Habsburg (1273-1291).

(FN 31) In einer Urkunde der Äbtissin Adelheid von Geroldseck (1342-1358) für das Kloster Baumgarten wird um 1214 erwähnt, daß Bischof Heinrich II. von Veringen (1202-1223) dem Abt von Baumgarten die cura in spiritualibus über die Abtei Andlau übertragen hatte (ABR, G 108 (4) = Würdtwein, Nova 10, 280 Nr. 107 = Reg. Bi. Str. 2, 14 Nr. 814). Siehe dazu Barth, Handbuch Sp. 66/67 und Pfleger, Cistercienserabtei S. 313.

(FN 32) Die Zerstörung der Burg im Jahr 1216 durch Bischof Heinrich II. von Veringen (1202-1223) wird in den Bischofsregesten (Reg. Bi. Str. 2, 18 Nr. 830) mitgeteilt. Ob die Burg in Andlau, wie bei Wolff diskutiert (Wolff, Burgenlexikon S. 7), im Jahr 1246 nochmals erobert wurde bzw. eine mögliche Eroberung auf Burg Hoh-Andlau zu beziehen ist, muß im Rahmen dieser Untersuchung nicht weiter verfolgt werden. Die in den Straßburger Regesten (Reg. Bi. Str. 2, Nr. 1161) angegebenen Quellen zu den Kriegsunternehmungen Bischof Heinrichs III. von Stahleck (1245-1260) 1246 gegen die Staufer erwähnen unter den angegriffenen Burgen die Feste Andlau jedenfalls nicht. Eine mögliche Zerstörung müßte im Zusammenhang mit den Anstrengungen des Bischof Heinrichs stehen, den Einfluß Kaiser Friedrichs II. (1212-1250) und seines Schultheißen Wolfhelm, die ihre Schutzherrschaft über Ort und Abtei Andlau auf die Burg Andlau stützten, zu schwächen (Reg. Bi. Str. 2, 18 Nr. 832). Vgl. zu den Vorgängen im Elsaß in diesen Jahren ebd. S. 19 Nr. 838 und Bécourt, L'Abbaye (1927) S. 187.

(FN 33) Im Jahr 1227 gab Äbtissin Hedwig (um 1172 - um 1230) alle Rechte an der Dagsburg in Egisheim, die einst Graf Albert von Dagsburg und seine Tochter von der Abtei zu Lehen (iure hereditario) trugen, der Straßburger Kirche (Schoepflin 1, 360 Nr. 449 = UB Strassburg 1, S. 163 Anm. 2 zum 4.3.1277). Schon am 2.11.1226 hatten Markgraf Hermann und Heinrich von Baden die Dagsburger Erbschaft der Straßburger Kirche übertragen (UB Strassburg 1, S. 163 Nr. 202). Zu Egisheim und seinen drei Burgen Dagsburg, Wahlenburg und Weckmunt Salch, Dictionnaire S. 74-77.

(FN 34) Nach Biller/Metz S. 2 war die Vogtei seit 1246 in der Verfügungsgewalt der Nachkommen des Straßburger Bischofs Heinrich III. von der Dicke bzw. von Stahleck (1245-1260).Dessen Nachkommen sind zwar 1324 als Herren auf der Spesburg, aber erst seit 1361 als Vögte des Gerichts zu Andlau belegt.

(FN 35) Vgl. das Mandat Papst Innozenz IV. (1243-1254) an Äbtissin und Konvent von Andlau (UB Strassburg 4, 1, 76 Nr. 113 vom 24.5.1247). Vgl. Büttner, Andlau und der Dagsburger Wald S. 15.

(FN 36) Vgl. hierzu die Schenkungen an das Kloster Obersteigen (Reg. Bi. Str. 2, 118 Nr. 1289 zu 1248), die Einflußnahme des Papstes auf die Schenkung des Bischofs (Reg. Bi. Str. 2, 124 Nr. 1318) und die Bestätigung der Schenkung durch Bischof Heinrich III. von der Dicke bzw. von Stahleck (1245-1260) (Reg. Bi. Str. 2, 147 Nr. 1436 vom 27.5.1254). Papst und Bischof verfügten auch in eigener Sache mehrmals über Andlauer Klostereigentum, so z.B. in Form der Vergabe einer Pfründe, die zur presentatio seu collatio der Abtei gehörte (Reg. Bi. Str. 2, 143 Nr. 1413 zum 24.7.1253 und UB Strassburg 4, 1 S. 106 Anm.1 vom 25.7.1253).

(FN 37) Im Jahr 1255 verpfändete Bischof Heinrich III. von der Dicke bzw. von Stahleck (1245-1260) dem Eberhard von Andlau für 200 Mark Silber das Dorf (Mittel-)Bergheim, das eigentlich Reichskirchengut war (Schoepflin 1, S. 411 Nr. 554 = Reg. Bi Str. 2, S. 149, Nr. 1451 vom 16.1.1255). Bischof Walter von Geroldseck (1260-1263) erneuerte diese von seinem Vorgänger vollzogene Verpfändung des Andlautals und (Mittel-)Bergheims (Reg. Bi. Str. 2, 220 Nr. 1718 von 1260-1263).

(FN 38) Vgl. zum Jahr 1264, in dem 28 Klöster des Straßburger Bistums, darunter auch Andlau, in Anerkennung des von Bischof Heinrich IV. von Geroldseck (1263-1273) mit der Stadt Straßburg geschlossenen Vergleichs, auf allen Ersatz des ihnen von den Straßburger Bürgern in ihrem Krieg mit Bischof Walter von Geroldseck (1260-1263) zugefügten Schadens verzichteten (UB Strassburg 1, 439 Nr. 578 vom 18.11.1264). Die Verpfändung (Mittel-)Bergheims durch Bischof Heinrichs im Jahr 1255, die einer Entfremdung von Reichskirchengut gleichkommt, wurde 1267 wieder rückgängig gemacht und ausgelöst (Reg. Bi. Str. 2, 254 Nr. 1851 vom 20.12.1267).

(FN 39) Eine Auflistung ihrer Reichslehen, der Lehen der Straßburger Kirche und ihres sonstigen Besitzes bei Reichsland S. 31f. und Bécourt: Réforme à Andlau S. 111f.

(FN 40) 1274 belehnte er die Herren von Andlau mit der wieder errichteten Reichsburg im Ort (Rest, Archivalien Nr. 1). Sie blieb fortan ihr Lehen (Rest, Archivalien Nr. 201 zum Jahr 1494).

(FN 41) 1287 tauchen die Andlauer im Besitz des Reichsschultheißenamtes in Andlau auf, dessen Besetzung eigentlich der Äbtissin oblag (Rest, Archivalien Nr. 4 vom 23.12.1287). Die Andlauer versahen diesen einflußreichen Posten bis zum Ende des Alten Reiches (Rest, Archivalien Nr. 14, 50, 93, 112, 140, 141, 163, 165-168, 206, 229, 294, 344, 369, 386, 392, 427, 435, 445, 480, 516, 574, 576 und 584). Zu den Andlauern im Schultheißenamt siehe Bécourt, L'Abbaye (1926) S. 413ff. und Clauss, Wörterbuch S. 41.

(FN 42) Als Reichsvögte auf Burg Andlau sind die Andlauer allerdings erst 1435 urkundlich verbürgt (Rest, Archivalien Nr. 99).

(FN 43) Die erste entsprechende urkundliche Nachricht stammt 1288 aus der Regierungszeit Rudolfs von Habsburg (1273-1291) (Clauss, Wörterbuch S. 39). Nach Biller/Metz S. 2 erfolgte diese Erhebung bereits 1212 im Zusammenhang mit dem Übergang der Vogtei von den Grafen von Egisheim-Dagsburg an das Reich. Kaiser Karl V. (1519-1556) bestätigte den Titel im Jahr 1521 (Hirsching, Andlau S. 130f.). Zu den Problemen bei der Datierung des Erhebungsaktes Wagner, Studien S. 452.

(FN 44) Nach Deharbe, Richarde S. 53, der seine Mitteilung allerdings ohne Quellenangabe überliefert (dem Zitat folgen die Reg. Bi. Str. 2, S. 361 Nr. 2310 von vor 25.7.1291) unterstellte der Habsburger die Abtei dem Schutz des Straßburger Bischofs Konrad III. von Lichtenberg (1273-1299). Die Schutzherrschaft des Papstes hatte dabei bleibende Gültigkeit, denn die in diesem Zusammenhang seit 1288 bekannte Pflicht der Abtei, jährlich 25 Ellen Leinwand an die päpstliche Kammer zu liefern, wurde erst 1579 aufgehoben (Barth, Handbuch S. 67; Clauss, Wörterbuch S. 37).

(FN 45) Vgl. zum kirchenpolitisch-territorialen Einfluß der Bischöfe in den dreißiger Jahren des 14. Jahrhunderts (UB Strassburg 7, 63 Nr. 205 zum 17.1.1339, ebd. 7, 117 Nr. 396 zum 7.1.1344, ebd. 7, 119 Nr. 400 zum Zeitraum zwischen Februar und Mai 1344, ebd 7, 404 Nr. 1390 zum 3.11.1369 und ebd. 7, 530 Nr. 1832 zu Mai 1378. Vgl. dazu Dacheux, Steuerrolle S. 443 und 452. Zur kirchlichen Organisation Andlaus allgemein Grandidier, État ecclésiastique S. 392-394. Vgl. Barth, Handbuch Sp. 68f. und Barth, Rebbau 1, S. 206 zu den kirchenpolitischen Maßnahmen anderer Bischöfe in Avignon.

(FN 46) Im Jahr 1360 stellte die Stadt Straßburg eine Truppe zusammen, die dem Kaiser in seinem Krieg gegen die Grafen von Württemberg zu Hilfe ziehen sollte. Die Abtei Andlau und die Herren des Deutschordens stellten jeweils einen mit Helm und Waffen ausgerüsteten Krieger (UB Strassburg 5,1 S. 443 und 448).

(FN 47) Zu Andlauer Ministerialen siehe Wagner, Studien S. 458ff.

(FN 48) Zur Burg in Walff siehe Rest, Archivalien Nr. 98, 119, 157, 460, 482, 497, 530 und 582; Salch, Dictionaire S. 320.

(FN 49) Zur Burg Hoh-Andlau siehe Wolff, Burgenlexikon S. 119f. und Reichsland S. 445. Eine ältere Darstellung bei Herbig, Beschreibung. Zu den drei Burgen vgl. allgemein Bécourt, L'Abbaye (1927) S. 241f. und Wolff, Burgenlexikon S. 7. Nach Wolff lag die verschwundene Reichsburg Andlau (castrum Andela) im Ort selbst. Vgl. Bécourt, L'Abbaye (1927) S. 187 zur vermuteten Lage. Vgl. zu den beiden Burgen Andlau auch Salch, Dictionaire S. 18. Clauss, Wörterbuch S. 42 bestreitet die Existenz zweier Burgen.

(FN 50) Biller/Metz S. 2; Wolff, Burgenlexikon S. 321ff. Die Burg war wohl zwischen 1246-1250 durch den Andlauer Vogt Alexander von der Dicke, den Bruder des Straßburger Bischofs Heinrich III. von der Dicke bzw. von Stahleck (1245-1260), gebaut worden. Bezeugt ist sie allerdings erst 1310. Nach dem Erlöschen des Geschlechts im Jahr 1386 kam die halbe Burg als straßburgisches Lehen an die Andlauer und blieb es bis ins 16. Jahrhundert. Die ältere Literatur zur Spesburg bei Bécourt, L'Abbaye (1927) S. 373 Anm.109. Ein geschichtlicher Überblick bei Biller/Metz S. 2. Hiernach waren die Herren von Andlau seit 1383 im Besitz der ganzen Burgen, nachdem 1352 eine Hälfte dem Landgrafen im Unterelsaß zu Lehen aufgetragen worden war.

(FN 51) Nach Biller/Metz S. 2 handelt es sich wohl um Burg Orschweier (Orschwihr). Vgl. zu ihr Salch, Dictionaire S. 231.

(FN 52) Vgl. etwa die Gefangenennahme einer Klosterfrau im Jahr 1372 im Zusammenhang mit Güterstreitigkeiten (Rest, Archivalien Nr. 49 und 50 zum 2. bzw. 10.1.1372).

(FN 53) Nach Clauss, Wörterbuch S. 41 hießen die vor den Mauern Andlaus gelegenen Häuser bereits "Andlauer Tal". Zu den Rechten der Herren von Andlau im Andlautal siehe Herr, Bruchstücke S. 399. Im Jahr 1434 scheint der Straßburger Bischof Wilhelm II. von Diest (1394-1439) den Andlauern auch das Andlautal, zumindest einen Teil davon, verpfändet zu haben. Diesen Besitz forderte die Abtei erst 1670 zurück (Rest, Archivalien 491 zum 22.2.1670).

(FN 54) Als Rudolf von Andlau 1344 die fertig gestellte Burg Hoh-Andlau dem Straßburger Bischof Bertold II. von Bucheck (1328-1353) zu Lehen auftrug, versuchte die Äbtissin vergeblich, auf die Zugehörigkeit des Burgplatzes zur Vogtei Andlau hinzuweisen und somit ein Mitspracherecht zu erhalten. 1429 belehnte Bischof Wilhelm II. von Diest (1394-1439) den Eberhard von Andlau mit der Burg im Andlautal samt dem fürhoffe, der do stosset uff der eptissin matte (Rest, Archivalien Nr. 91). Vgl. zur bleibenden Lehnsqualität der Burg im Andlautal Rest, Archivalien Nr. 102, 188, 205, 260, 333, 335- 336, 339, 394, 437, 458, 462, 483 und 498.

(FN 55) Obwohl Burg Spesburg seit den 80er Jahren des 14. Jahrhunderts stets straßburgisches Lehen der Herren von Andlau war, kam es 1431 zu Kämpfen um diese Feste, wobei deren Vorwerke in Mitleidenschaft gezogen wurden. 1432 wurde sie von einigen Herren von Andlau wieder instandgesetzt und die Andlauer Äbtissin Phye (um 1432) gab dafür einige Klostergüter frei. Krah, Burgen S. 571. Rest, Archivalien Nr. 93 zum Wiederaufbau. Vgl. zur Spesburg auch Rest, Archivalien Nr. 187, 204, 259, 334-336, 339, 395, 438, 459, 461, 484, 497, 532 und 580.

(FN 56) Erchangar aus dem Haus der Etichonen, Herr auf Burg Kintzheim bei Schlettstadt und in Eichhofen, Graf im Breisgau, im württembergischen Allgäu von Kirchheim und in der Ortenau (Clauss, Wörterbuch S. 36). Vgl. Büttner, Kaiserin S. 85f.

(FN 57) Zur Elsaßpolitik Ludwig des Deutschen (826-876) siehe Büttner, Kaiserin S. 86f.

(FN 58) Zum Wittum gehörte umfangreicher Besitz in Kiechlinsbergen, Endingen, Bahlingen am Kaiserstuhl sowie in Sexau im Breisgau und außerdem das Hofgut Kenzingen. Siehe dazu Maurer, Fronhöfe S. 122, 126 und 149; Büttner, Kaiserin S. 86 und 89ff.; Büttner, Geschichte S. 149, 158; Bécourt, L'Abbaye (1926) S. 420.

(FN 59) Bruckner, Regesta 378 Nr. 627. Zu den Hintergründen Dümmler, Geschichte 3, S. 284f.; Hirsching S. 130. Erwähnt bei Barth, Rebbau 1, S. 146, 195 und Barth, Handbuch Sp.65.

(FN 60) Die Abteikirche erscheint zur Zeit der Niederschrift der Klosterstatuten um 892 nochmals als ecclesia sancti Salvatoris (Bruckner, Regesta 390, Nr. 656). Vgl. Clauss, Wörterbuch S. 36. Zu den später genannten beiden Andlauer Kirchen St. Andreas im Andlautal und St. Fabian im Ort selbst siehe Brackmann, Germania 3, 39ff.; Barth, Handbuch Sp. 65ff.; Barth, Rebbau 1, S. 206; Barth, Quellen S. 68, 82ff., 101, 113; Fink, Repertorium Sp. 447; Tellenbach, Repertorium Sp. 1137.

(FN 61) Büttner, Kaiserin S. 85f. zu Erchangars Besitzungen.

(FN 62) Vgl. die kaiserliche Übertragung von Gütern in Meistratzheim und (Mittel-)Bergheim an eine gewisse Waltburg und ihren Ehemann, die nach deren Tod der Abtei zugute kommen sollten (Kehr, Urkunden 2, 40 Nr. 24 vom 10.7.880 = Schoepflin, Als. Dipl. 1, 91 Nr. 112, erwähnt bei Bruckner, Regesta S. 368 und S. 395).

(FN 63) Daraus erklärt sich das spätere Verhältnis der Abtei zu den Burgen und Dörfern Wangen, Wangenburg und Freudeneck, Birkenwald und Dagsburg. Zu den Burgen Salch, Dictionaire S. 49 und 325ff. Zu den Quellen Spach 4, S. 181ff.

(FN 64) Als Karl III. im Jahr 884 der Abtei das Vogesenkloster Bonmoutier schenkte, wurde dessen Gebiet als unmittelbar an das von Andlau angrenzend bezeichnet (Schoepflin, Als. Dipl. 1, 92 Nr. 114 vom 19.2.884 = Kehr, Urkunden 2, 156 Nr. 96, erwähnt bei Bruckner, Regesta 372 Nr. 615).

(FN 65) Zur selben Zeit wie Bonmoutier wurde Richardis das Kloster Etival zugewiesen, das sie 884 ebenfalls dem Besitz ihrer Abtei zuschlug (Kehr, Urkunden 2, 326 Nr. 1). Vgl. ebd. zur zweifelhaften Überlieferung und Büttner, Kaiserin S. 89 zur Bedeutung dieses Diploms. Die Übertragung wurde im Jahr 962 von Kaiser Otto I. bestätigt (Schoepflin, Als. Dipl. 1, 117 Nr. 145). Vgl. Barth, Handbuch Sp. 68 und Barth, Rebbau 3, S. 19: Im Jahr 1180 bestätigte Kaiser Friedrich I. (1152-1190) die Besitzungen und Rechte des Augustinerklosters Etival (Reg. Bi. Str. 1, S. 348 Nr. 600 vom 11.10.1180 = Schoepflin, Als. Dipl. 1, 481 Nr. 585, der die Urkunde in das Jahr 1178 datiert). Hier gibt der Kaiser auch eine kurze Klostergeschichte Etivals, das im Bereich der Königsvogtei Andlau gelegen hat. Vgl. Hertzog, Entwicklung S. 22. Zur weiteren Bindung der Klöster an Andlau siehe Büttner, Geschichte S. 159 und Bécourt, Andlau S. 32.

(FN 66) In einer Urkunde Karls III. (893-929) vom 10.7.880 wird der Besitz seiner Gattin Richardis in der villa Berchheim erwähnt. (Mittel-)Bergheim gehörte zum ursprünglichen Besitz der Abtei Andlau. Hier war später auch das Kloster Hohenburg (1050, 1257), das Domstift Straßburg (1234, 1251), das Dominikanerinnenkloster Ober-Ehnheim (1245), das Kloster St. Magdalena in Straßburg (1320), das Kloster St. Agnes in Straßburg (1364, 1366), verschiedene Straßburger Kleriker und Bürger (14. Jh.) sowie das Kloster Niedermünster (1353) begütert (Barth, Rebbau 3, S. 92).

(FN 67) Im Waldgebiet nördlich des Donon, an die Marken der Abteien Haslach und Mauersmünster grenzend, verfügte Andlau über einen großen Forstbezirk. Dies ist das spätere Gebiet der Grafschaft Egisheim-Dagsburg, die von Andlau zu Lehen ging.

(FN 68) Das große Fiskalgut, dessen Mittelpunkt die Königspfalz Marlenheim war, kam in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts an die Abtei. (Vgl. Bruckner, Regesta 375 Nr. 620 die Urkunde Karls III. (893-929) vom Jahr 886). Es war wohl zuerst an Richardis Vater Erchangar und dann an seine Tochter übergegangen. Noch im 14. Jahrhundert verfügte Andlau über den Stadelhof und das Recht der Einsetzung des Schultheißen. Freilich war das Fiskalgut um Marlenheim im 9. Jahrhundert kein geschlossener Besitz mehr, Güter anderer Grundherren waren eingesprenkelt, nur die Waldgebiete stellten noch einen solchen dar. Mit dem Marlheimer Stadelhof war die Gerichtsbarkeit in Kirchheim, Nordheim, Odratzheim und Kronthal verbunden, dazu das Recht am Oedenwald, der zum Dagsburger Waldgebiet hinführte, ebenso Lehnrechte und Besitzansprüche in Obersteigen, Wangenburg, Freudeneck und Birkenwald.

(FN 69) Später besaß die Abtei das Patronat in Steinburg (Steingewircke) mit dem Ortszehnten und einen reich begüterten Dinghof (Clauss, Wörterbuch S. 37).

(FN 70) In Wisch im Breuschtal existierte ein andlauischer Salhof, dessen Bereich sich bis zum Donon erstreckte. Der andlauische Bezirk von Wisch lag zwischen den Waldgebieten der Abtei Haslach und des Klosters von Senones. Vgl. Büttner, Geschichte S. 158 mit dem Hinweis, daß das Gut in Wisch als Verbindungsstation nach Etival diente.

(FN 71) In späterer Zeit kamen abtei-andlauische Rechte noch in vielen anderen Orten hinzu. Vgl. die Auflistung bei Spach 4, S. 182ff.

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Fußnoten 72 - 125

(FN 72) Grundlegend immer noch Barth, Rebbau. Zu den Anfängen des elsässischen Weinanbaus und der Bedeutung der Klöster in diesem Zusammenhang siehe auch Ammann, Wirtschaftsgeltung S. 102ff.; Staab, Agrarwissenschaft; Bauer, Probleme S. 242; Pfleger, Zistercienser S. 140f.; Schreiber, Weingeschichte S. 49-52. Nach Hertzog (S. 53) gelten Geberschweier und Uwanger als älteste nachweisbare Weinorte. Bis zum Jahr 900 seien 119 Rebdörfer im Elsaß genannt. Vgl. Barth, Rebbau 3, S. 6. Einen allgemeinen umfassenden Forschungsüberblick zum Weinbau bietet Volk, Weinbau S. 55f.

(FN 73) Barth, Rebbau 1, S. 27. Vgl. ebd. 2, S. 19 zu den Reliefbildern an der ehemaligen Abteikirche, die auf den frühen Weinbau hindeuten.

(FN 74) Nach Barth, Rebbau 1, S. 62 besaß Erchangar Reben in verschiedenen Orten, vor allem in Kintzheim. Richardis habe solche in Ammerschweier, Sigolsheim, Kintzheim, Scherweiler und (Mittel-)Bergheim besessen. Nach Büttner waren im Marlenheimer Reichsgut auch Weinberge als Tafelgut enthalten. In den Breisgauer und Schwarzwälder Gütern besaß die Abtei Andlau, dies geht aus dem Hofweistum von 1284 hervor, Vorleserecht (Büttner, Andlau und der Schwarzwald, schwarzwäldisch S. 34).

(FN 75) Nach Charles-Edmont Perrin: Essai sur la fortune immobilière de l'abbaye alsacienne de Marmoutier aux Xe et Xe siècles. (= Collection d'études sur l'histoire du droit et des institutions de l'Alsace.10). Strasbourg 1935, hier S. 175ff., haben zumindest Untersuchungen zur Geschichte der Abtei Mauersmünster in den Vogesen ergeben, daß Wein im 10. und 11. Jahrhundert noch keine große Rolle innerhalb der Abteiwirtschaft spielte.

(FN 76) Als Kaiserin Richardis sich nach der Trennung von ihrem Ehemann Kaiser Karl III. (893-929) im Juni 887 in die von ihr gegründete Abtei Andlau zurückzog, verwies sie im Rahmen der Organisation des Abteilebens darauf, wie wichtig es sei, beim Gottesdienst nur vom besten Wein Gebrauch zu machen (Bruckner, Regesta S. 392 Cap. XVII.; Barth, Rebbau 1, S. 195; Schreiber, Weingeschichte S. 32f.).

(FN 77) ABR, H 3066 (34).

(FN 78) Nach Hertzog, Entwicklung (1900) S. 54 und Volk, Weinbau S. 65 war zur Zeit der Wende vom 13. ins 14. Jahrhundert der größte Teil des elsässischen Weinlandes in Gebrauch.

(FN 79) Zunächst verkaufte die Äbtissin Adelheid von Geroldseck (1342-1358) im Jahr 1344 mit Genehmigung des Straßburger Bischofs Bertold II. von Bucheck (1328-1353) die aus dem Erbe der Abteigründerin Richardis stammenden breisgauischen Hofgüter, da die Abtei u.a. nicht mehr in der Lage war, die Zinseintreibung zu gewährleisten. Hiervon waren zumindest in Endingen auch Weingüter betroffen. Siehe dazu Maurer, Fronhöfe S. 122, 126 und 149; Büttner, Kaiserin S. 86; Büttner, Geschichte S. 149; Bécourt, L'Abbaye (1926) S. 420. Vgl. den Verkaufsbrief der Kirche von Endingen an das Gotteshaus Tennenbach (nö Emmendingen/Schwarzwald) (ABR, G 1545 ohne Datum)). Im selben Jahr trennte sich Adelheid wegen der grossen Schulden der Abtei auch von dem Abteihof in Niederbergen (Küchelinshof) im Konstanzer (Costenzer) Bistum, zu dem etliche Dörfer und Liegenschaften inkl. einiger Weinberge gehörten. Hierfür bekam sie die Zustimmung des Straßburger Bischofs (ABR, H 2294 eine Abschrift dieser Nachricht vom 25.5.1344). In diesen Zusammenhang gehört vielleicht auch eine Urkunde Kaiser Karls IV. (1346-1378), mit welcher der Herrscher 1347 die Äbtissin Adelheid von Geroldseck (1342-1358) und ihre Abtei in seinen besonderen Schutz nahm und von allen Abgaben befreite (Böhmer: Regesta Imperii, Bd. 8 S. 45 Nr. 512 vom 20.12.1347).

(FN 80) Anfang des 16. Jahrhunderts verfügte die Abtei noch über Mannlehen im Breisgau, welche die Herren von Andlau zu Lehen trugen (ABR, H 2335)

(FN 81) Vgl. Volk, Weinbau S. 64f., S. 66 zur unterschiedlichen Entwicklung im Elsaß; Matheus, Art. Wein Sp. 2118.

(FN 82) Volk, Weinbau 64ff.

(FN 83) Siehe Kap. 3.2.3.

(FN 84) Bereits im Jahr 1465 teilt der Lehnsmann Friedrich von Wildberg seiner Lehnsherrin indirekt mit, daß ein Teil der ihm überlassenen Weinberge in Ehnheim (Ober- oder Niederehnheim) brach liegen würden. Die floskelhafte Bezeichnung die gebreit reben [...] gebuwen unnd ungebuwen belegt zwar nicht unmittelbar eine brach liegende Rebfläche, deutet aber die Existenz solcher aufgegebenen Weinäcker an. Vgl. die ähnlich lautenden Wendungen in den Mitteilungen vom Frühjahr 1572 (ABR, H 2339 vom 17.9.1465).

(FN 85) Siehe dazu oben.

(FN 86) Vgl. dazu Volk, Weinbau S. 73.

(FN 87) Heinrich gen. Morhart von Andlau und seine Ehefrau Gerdruch Herzog verkauften am 16.5.1312 dem Johann Hanwart, einem Stiftsherren von St. Stephan zu Straßburg, vier Acker Reben im Wilmutstal (ABR, H 2633 (1)). Laut der angehängten Urkunde vom 28.2.1326 verkaufte seine Schwester Katharina diese Reben an St. Stephan. Vgl. Barth, Rebbau 3, S. 19. Johann Gatterem der Hanwart war schon 1323 an einem Kaufvertrag beteiligt gewesen, nach dem Giselbert Kuttel von Andlau St. Stephan zwei Weinäcker am Luttenberge verkaufte, die der Abtei bzw. dem Schaffner Rubey Jeckelino ½ Ohm Weinzins einbrachten (ABR, H 2633 (6) vom 10.3.1323).

(FN 88) Das Kloster erwarb am 6.12.1370 einen halben Acker Reben in der Flur das Buhselin (ABR, H 3066 Nr. 18). Vgl. Barth, Rebbau 3, S. 19.

(FN 89) Der Deutschorden, seit 1312 in der Gemarkung begütert, erwirtschaftete im Jahr 1414 mehr als 20 Fuder Weine (davon 2 ½ Fuder Rotwein) von seinen Andlauer Weingärten, die sämtlich vergeben und verpachtet waren Müller, Deutschordenskommende S. 200 zur mutmaßlich jüngsten elsässischen Kommende des Deutschordens in Andlau und S. 236ff. zur Jahresabrechnung von 1414. Vgl. Spach 4, S. 177; Clauss, Wörterbuch S. 41.

(FN 90) Vgl. hierzu auch Pfleger, Zistercienser S. 141. Bei Metz, Weinland findet sich S. 169f. eine Karte der ,ausländischen' klösterlichen Rebenbesitzer im Elsaß.

(FN 91) Vgl. hierzu Bassermann-Jordan, Geschichte Bd. 2, 886ff.

(FN 92) Im Jahr 1064 wurde der Kastelberg im Zuge der Weihe der dortigen Dreifaltigkeitskapelle erwähnt (Würdtwein, Nova 6, 232 Nr. 101 = Reg. Bi. Str. 1, 278, Nr. 286 von ca. 2.5.1064). Reste dieser Kapelle sollen noch 1780 erkennbar gewesen sein (Barth, Rebbau 1, S. 261 und 3, S. 19).

(FN 93) Barth, Rebbau 3, S. 19.

(FN 94) [I]n B(er)gheim steingebusse; in B(er)gheim(er) banne zu der alten eichen; in B(er)gheim(er) ban der heisset das strengelin (ABR, H 3066 (34)); an de(r) steige(n) in berghe(imer) ban (ABR, H 3067 (1) aus dem 15. Jahrhundert). Becken bann (ABR, H 2354 vom Jahr 1575).

(FN 95) ABR, H 3066 (34) und für das Jahr 1430 zu nuwen gerutte (ABR, H 3066 (35)). (FN 96) ABR, H 3066 (34). (FN 97) ABR, H 3066 (34).

(FN 98) 1314 in dem pflentzer (Barth, Rebbau 3, S. 19); an dem pflentz(er) (ABR, H 3066 (34)) und für das Jahr 1430 in dem pflentzer (ABR, H 3066 (35)).

(FN 99) [F]leischbang hind(er) Krackes (ABR, H 3066 (34)); hind(er) Krax heisset die fleisch banck und im bij de(r) fleisch bencke (ABR, H 3067 (1)).

(FN 100) 1377 an Rehebühel (Barth, Rebbau 3, S. 19); an dem Rehembuhel (ABR, H 3066 (34)) und für das Jahr 1513 an den Rehenbühell am beylling (ABR, H 3068 (1)).

(FN 101) [F]leischbang hind(er) Krackes (ABR, H 3066 (34)); acker hinder Krax (1430, ABR, H 3066 (35)). Vgl. für das 15. Jahrhundert ABR, H 3067 (1); Im hinden Krax, hinder Krax, hinder Krag (ABR, H 2354 vom Jahr 1575). Zur Burg Krax zwischen Barr und (Mittel-)Bergheim Clauss, Wörterbuch S. 228.

(FN 102 ABR, H 3066 (34).

(FN 103) Barth, Rebbau 3, S. 19.

(FN 104) Barth, Rebbau 3, S. 20.

(FN 105) [A]n dem Lutemb(er)ge (ABR, H 3066 (34)); an dem lutenberge (ABR, H 3066 (35) zu 1430); und im 15. Jahrhundert Lute(n)berge (ABR, H 3067 (1)) bzw. an Lutteb(er)ge (ABR, H 2633 (1)).

(FN 106) [A]n vogelsange (ABR, H 3066 (34)) und für das Jahr 1388 an dem vogelsange (ABR, H 3066 (27)).

(FN 107) ABR, H 3066 (34).

(FN 108) [A]n d(er) walhe weg (15. Jh., ABR, H 3067 (1)); an dem walhe wege (1430, ABR, H 3066 (35)). Vgl. zu ihm Barth, Rebbau 3, S. 5.

(FN 109) Barth, Rebbau 3, S. 20.

(FN 110) Barth, Rebbau 3, S. 20. Im Wybelsberg (ABR, AD H 2354 vom Jahr 1575).

(FN 111) [A]bwendig der munst(er) brucken [...] heisset d(ie) sante Agnes hufe (ABR, H 3066 (34)).

(FN 112) [I]n widemattes tal (14. Jh., ABR, H 3066 (34)); in Wilmutz dal (1312 ABR, H 2633 (1)).

(FN 113) [Z]u Negelins Hof (14. Jh., ABR, H 3066 (34)); Negelins hof (15 Jh., ABR, H 3067 (1)). Die Bezeichnung zu nagels, die 1430 genannt wird (ABR, H 3066 (35)) könnte sich ebenfalls auf diesen Hof bezogen haben.

(FN 114) ABR, H 2354.

(FN 115) In den abtei-andlauischen Quellen werden die Rebflächen grundsätzlich als 'Acker' und niemals als 'Berge', 'Gärten', Wingert o.ä. bezeichnet.

(FN 116) ABR, H 2401. Das Rechnungsjahr umfasste gewöhnlich den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 30. Juni des folgenden Jahres. Das Rechnungsjahr 1556/1557 begann allerdings am 24.6 und endete bereits an Lichtmeß, also am 2. Februar 1557 (ABR, G 1547). Dies blieb aber wohl eine Ausnahme.

(FN 117) 1486 ist der Andlauer Weinzehnt in Heiligenstein belegt. Siehe Barth, Rebbau 3, S. 66 und Krebs, Jahrzeitbuch S. 13: Das Kloster Truttenhausen kaufte für 70 fl sechs plaustra Wein vom Andlauer Weinzehnt in Heiligenstein. Im Rechenbuch von 1500/1501 heißt es: zu uns(er)m teill gefallen, d.h., es könnte sich auch um einen Pachtertrag handeln (ABR, H 2401).

(FN 118) Im Jahr 1352 wird Wein (ABR, H 2293), 1460 der Weinzehnt genannt (Rest, Archivalien Nr. 133). 1500/1501 heißt es wie in Heiligenstein gefallen, vielleicht ist auch hier ein Pachtverhältnis angesprochen (ABR, H 2401).

(FN 119) Im Jahr 1352 wird hier Wein (ABR, H 2293), 1460 der Weinzehnt genannt (Rest, Archivalien Nr. 133).

(FN 120) Klosterreben sind 1352 in den Fluren zu dem crutze, in dem burne Isenberg und in dem Eichelberge genannt (Barth, Rebbau 3, S. 74). Der Weinzehnt ist im Jahr 1460 belegt (Rest, Archivalien Nr. 133).

(FN 121) 1352 wird Wein im Ort erwähnt (ABR, H 2293).

(FN 122) In einer Urkunde Bischof Bertolds von Teck (1223-1244) für die Abtei Andlau sollen nach Barth, Rebbau 3, S. 117 Reben aufgeführt sein. Diese Nachricht konnte durch die Einsicht in die Barthschen Quellen (ABR, H 2293 (1)) nicht bestätigt werden. Im 15. Jahrhundert (vor 1505) sind aber Weinzinse und -zehnte genannt (ABR, H 2392).

(FN 123) Nach Barth verkaufte die Abtei Andlau 1336 einem Straßburger Bürger ein agrum viniferum in Börsch, gelegen an der pfeffelberggasse zu Geisseloche an einer seite auf der andere stoßet uf den weidast (Barth, Rebbau 3, S. 31).

(FN 124) Nach Barth, Rebbau 3, S. 61, 108 und 141 hatte die Abtei Andlau 1487 in Gundolsheim und Orschweiler und vielleicht vor dem 18. Jahrhundert in Triembach (Triembach au Val) Reben. In Triembach ist ein Weinzins im Jahr 1770 genannt (ABR, H 2363).

(FN 125) Barth, Rebbau 1, S. 65.

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Fußnoten 126-261

(FN 126) Vgl. zu den verschiedenenLeiheformenEhret, Weinbau, Weinhandel S. 14; Bauer, Probleme S. 247f.;Hertzog,Weinbau S. 440f. und Hertzog, Entwicklung (1900) S. 66f. SieheauchSchmitt, Weinbau S. 98 mit Beispielen aus der Pfalzgrafschaft unddenbenachbarten Gebieten.

(FN 127) Eickels, Deutschordensballei S. 125.

(FN 128) Die Flurnamen ocht und schrott(er) tauchen mehrmals in Verbindung mit Zahlungen für das Weinpersonal der Abtei auf.

(FN 129) Vgl. Alanne, Weinbauterminologie S. 112.

(FN 130) Zum Vergleich: Als KönigSigismund(1410-1437) die Geistlichkeit des Bistums Straßburg 1419 miteinem Zehnt belegte, werden die Weineinkünfte der Abtei genannt. Siebetrugen im Jahr 1418 insgesamt 145 Fuder und ½ Ohm zu. Das KlosterHugshofen (Honcourt) verfügte demnach über 90 Fuder Rot- und Weiswein;Kloster Ittenweiler über 30 Fuder und das Kloster Fides in Schlettstadtüber 27 Fuder Wein (Barth, Rebbau 3, S. 165).

(FN 131) Anteil anderer Orte an den Herbstkosten1500/1501: Barr (8,4 Pfd. = 12,0 %), (Mittel-)Bergheim (12,8 Pfd. =18,3%), Bernhardsweiler/Reichsfeld (3,7 Pfd. = 4,4 %), Blienschweiler(7,0Pfd. = 10,0%), Eichhofen (4,3 Pfd. = 6,1 %), Heiligenstein (5,7Pfd. =8,1 %), Ittersweiler (3,3 Pfd. = 4,7 %), Kintzheim (2,6 Pfd. =3,7 %), Scherweiler (0,3Pfd. = 0,4 %), Zell/Nothalten (6,9 Pfd. = 9,8%).

(FN 132) Vgl. dazu unten Kellerbestände, Weinerträge, Verkauf und Verkaufserlös 1500-1590

(FN 133) Zum Lauben- bzw. Kammerbau in Gebweiler vgl. Ehret, Weinbau S. 73.

(FN 134) Siehe dazu Volk, Weinbau S. 115; Ehret, Weinbau S.74.

(FN 135) Als Tätigkeiten genannt sind: stecken ußzu ziehenn; stecken zu richten; stecken zu spitzen; stecken zu tragen und Holz auflesen.

(FN 136) Als Tätigkeiten genannt sind: wide das holtz uff zubinden; umb widt zum rebholtz.

(FN 137) Die Bedeutung dieses Ausdruckes konntenicht sicher geklärt werden. Wahrscheinlich wird damit aber der imElsaß gebräuchliche Ausdruck impfen gemeint sein. Vgl. Alanne, Weinbauterminologie S. 137f.

(FN 138) Nach Martin/Lienhart, Wörterbuch 2, S.898bestand diese Tätigkeit darin, die Reben zu biegen und anzubinden. Vgl.Alanne, Weinbauterminologie S. 121 zu den Termini zwien, zwigen in ihrer Bedeutung ,pfropfen'. Als Tätigkeit genannt werden: umb ziegban (?); ziegban; zu ziegendis jor.

(FN 139) Eine Auflistung der Tätigkeitenerfolgtenur zwischen 1501 und 1505 sowie 1511/1512. Vgl. zu denArbeitsgängen im Weinberg Hertzog, Entwicklung (1900) S. 89.

(FN 140) Alle Angaben zu den Geldbeträgen wurdenauf- bzw.abgerundet sowie in Dezimalzahlen umgewandelt. DieRebbaukosten sind in Tabelle 2: Anteil des Eigenbaus am Gesamtertrag sowie Rebbau- und Herbstkosten 1500-1590 aufgeführt.

(FN 141) Siehe dazu Arnold, Weinbau und Weinhandel S. 82.,

(FN 142) 1501/1502 wurde für das ymben pro Tag 1 ßgezahlt.1504/1505 wurde an 4 Tagen gegraben. Dafür zahlte der Schaffner16 ß und 2 daus.

(FN 143) [D]en knechten zu drinkgelt; den knechten zu drinckelt in zehen pfennige; den [knechten] schwergeld.

(FN 144) [Z]ulesen; muschen tragen uß der ocht; tragkpfennig von pintzigen omen; zulesen in der ocht und im schröter; vonn pintzigen omen zu tragen. Zu den Lesearbeiten in Gebweiler siehe Ehret, WeinbauS. 128ff.

(FN 145) 1503 gab es brot, fleisch und wurste (1Pfd.), 1503 visch (8 ß, 7 d.), 1504 hering (2 ½ ß), 1505 wieder visch (3 ½ ß) und 1505 eiger (6 d.) und rottfleisch (5 ß, 9d.). Zur Beköstigung der Herbstleute in Gebweiler vgl. Ehret, Weinbau S. 127f.

(FN 146 1503: von 79 ohmen win uß dem schrott zufuren; 1504: davon zu ferhen; 1505: den win uß dem schrotten zu furen; 1512: davon zufarenn den herbst.

(FN 147) 1504: umb 3 butich; eim gewinnen botten; umb einschen. 1505: eim gewinnen botten.

(FN 148) Denare und Schillinge wurden zu Dezimalzahlen ab-bzw. aufgerundet.

(FN 149) Siehe Tabelle 2: Arbeitskosten auf den eigenwirtschaftlich bebauten Weinäckern in der Gemarkung Andlau 1501-1512.

(FN 150) Rapp, Rentabilität S. 11-12; Rapp, Réformes S. 252.

(FN 151) In diversen Abrechnungen sind einigewenige Zehntangaben überliefert worden. Im Jahr 1504/1505 konnte dieAbtei bei einem Gesamtertrag von 152,3 Fuder in Andlau 2,8 Fuder, in(Mittel-)Bergheim 0,5 Fuder Rotwein, in Heiligenstein 0,1 FuderRotwein, in Reichsfeld und Bernhardsweiler 2,5 Fuder Rotwein und inBarr 2 Fuder Rotwein Zehnt einnehmen. Im Jahr 1513/1514 kamen bei einemGesamtertrag von 190,4 Fuder aus Andlau 6 Fuder Rotwein, aus Barr 1,9Fuder und aus Blienschweiler 3 Fuder Zehntwein zusammen.

(FN 152) In Barr scheint - eine genaueDifferenzierung ist nicht möglich - kein Zehnt, sondern nur ein Zinsangefallen zu sein. Das gleiche gilt für Zell/Nothalten und Scherweiler.

(FN 153) Aus einer kurzen Notiz aus dem16.Jahrhundert (ABR, G 1547) geht hervor, daß der Zehnt der gesamtenGemeinde auferlegt wurde,die ihn dann intern auf ihre Bewohner umlegte.Vgl. zum Weinzehnt allgemein Bassermann-Jordan 1, S. 574ff., zu denGülten bzw. Zinsen ebd. S. 574f. Vgl. zu den Verhältnissen in GebweilerEhret, Weinbau S. 118ff.

(FN 154) Klock, Marlenheim S. 30f.; Barth, Rebbau 1, S. 142.

(FN 155) So stand der Zehnt der St.Andreaskirchevon 884 bis Mitte des 12. Jahrhunderts dem Kloster Etivalzu. Damit entging der Abtei Andlau eine bedeutende Weinquelle. KönigHeinrich V.(1106-1125) und PapstInnozenz II. (1130-1143) führten dieAndlauer St. Andreaskirche mit ihrem Zehnten unter dem Besitz vonEtival auf. Die Unterstellung erfolgte, wie Barth betont (Barth, Rebbau3, S. 19) "zweifellos der Weinversorgung wegen". Doch Mitte des 12.Jahrhunderts kamen Zehnt und Kirchensatz von St. Andreas wieder anAndlau zurück. Dafür lieferte das Nonnenkloster an Etival jährlich 15Ohm Wein (Barth, Rebbau 3, S. 19). Im Jahr 1402 inkorporierte der Papstdie St. Andreaskirche im Andlautal und die Pfarrkirche St. Fabian derAbtei (Tellenbach, Repertorium 2, Sp.1137 zum 6.2.1402).

(FN 156) Vgl. oben.

(FN 157) Zum Zehntstreit in Andlau, Bernhardsweiler und Reichsfeld siehe ABR, H 2320 das Heft: Abschrifte alles vertrag zwischen dem stifft Andlaw so dan(n) den edlen von Andlauauffgericht.Vgl. auch Rest, Archivalien Nr. 112 zum Jahr 1448, ebd.Nr. 113 zum Jahr1450 und ebd. Nr. 128 zum Jahr 1459. Vgl. allgemein Bécourt, L'Abbaye(1930) S. 292.

(FN 158) Die Äbtissin pochte 1448 gegenüber denHerren von Andlau darauf, Bau- und Brennholz ungehindert aus denWäldern entnehmen zudürfen. Es solle ihr vor allem nicht verwehrtwerden, im Wald steckhen zumachen, d.h. die jedes Jahr benötigten Weinbergspfähle schneiden zulassen (ABR, H 2320 von 1448).

(FN 159) Zum Zusammenhang von Ausschankrecht,Schultheißenamt und Ungeld siehe Schmitt, Weinbau S. 114f.: Von allenAusschankweinen mußte in der Regel das Ungeld, eine indirekteVerbrauchssteuer abgeführt werden. Wie entschieden die Herren vonAndlau ihre Kompetenzen wahrnahmen, zeigt die Intervention des GrafenBernhard von Eberstein, der 1412 einen Kaufmann unterstützte, dem dieAndlauer eine für Frankfurter Bürger bestimmte Weinfuhre beschlagnahmthatten (Fuchs, L'espace S. 291).

(FN 160) Hier ging es um die Frage, in wieweit die Abtei weiterhin das Schultheißenamt besetzen durfte.

(FN 161) ABR, H 2320 zum Jahr 1448; Bécourt, L'Abbaye (1930) S. 168f. Vgl. Clauss, Wörterbuch S. 40.

(FN 162) Die territoriale Dimension der strittigenPunkte zeigt sich, als 1461 ein Teil des Andlautals als zum Bezirk desAndlauer Schultheißen gehörig bezeichnet wird (Rest, Archivalien Nr.140und 141).

(FN 163) Abtei und Herren von Andlau durften darüber hinaus deheinen schlag uff den win, so daß selb jor gewachsenwar, thun(Schiedsspruch des Heinrich von Landsberg und anderer für die ÄbtissinSusanne von Eptingen (1444-1479) und die Herren von Andlau(ABR, Fondsd'Andlau G 39 J 112 vom 21.12.1442)).

(FN 164) 1448 beschuldigt die Abtei die Herren vonAndlau, dem Stift in Barr und Heiligenstein geschuldete Weingefällevorenthalten zu haben (ABR, 2320).

(FN 165) Kaiser Friedrich III. (1440-1493) hatte1442 der Abtei sämtliche Reichsrechte und die Einnahmen aus Zoll undUngeld bestätigt(Chmel, Regesta S. 83 Nr. 690 vom 13.7.1442). Vgl. zumStreit Rest, Archivalien Nr. 109 vom 10.10.1442. In der Frage des Zollsund Ungeldes war die Äbtissin aber nicht nur Partei, sondern auchSchlichtungsinstanz. Im Jahr 1468 kam es nämlich zu einem Schiedsspruchder Äbtissin Susanne von Eptingen (1444-1479) bezüglich eines Streiteszwischen Ludwig, Lazarus und Diebolt von Andlau einerseits und denDomherren und Leutpriestern zu St. Andreas und St. Fabian und allenanderen Kaplänen des Chors zu Andlau andererseits wegen des Zolls unddes Ungeldes, den die Herren von Andlau von den Geistlichen verlangten(Rest, Archivalien Nr. 158vom 1.1.1468).

(FN 166) 1459 beklagte die Äbtissin Susanne vonEptingen(1444-1479), daß die Leute der Herren von Andlau ihr den Weinin Andlau, Bernhardsweiler und Reichsfeld, den sie in den genanntenBännen verkauft hatten, nicht verzehntet hätten. Die Äbtissin hatte siedeshalb mit dem Bann belegt. Daraufhin kauften sich die Leute gegeneine Geldzahlung frei (Rest, Archivalien Nr. 127 vom 3.1.1459).Schlichter in dieser Angelegenheit war Pfalzgraf Friedrich I. bei Rhein(1451-1476). Zu den Zahlungsmodalitäten vgl.den Vertrag von 1459 (ABR,H2349), zum Gesamtzusammenhang Bécourt, L'Abbaye (1930) S. 296f.

(FN 167) 1444 fielen die Armagnaken im Elsaß einund nahmen die Klöster Baumgarten und Dambach ein(Pfleger,Cistercienserabtei S. 509). Nach Clauss, Wörterbuch S. 40wurde auch Andlau so stark von den Kämpfen mitgenommen, daß eineRestauration der Kirche notwendig wurde. Vgl. Witte, Armagnaken.

(FN 168) ABR, Fonds d'Andlau 39 J 109 = Rest,ArchivalienNr. 133 vom 26.1.1460. Am 24.1.1460 bezeugten etlicheAndlauer Einwohner ihre (teilweise zu hoch) gezahlte Zehntlieferung. Am26.1.1460 ging es um etlicher ireraneligender sachen, herkommen und friheiten halb, dar inne diegena(n)te frauwe inen intrag under nuwerunge mahte. Vgl. dazudie Fragenum die Trotten und die Weinablieferung in (Ober- oderNieder-)Ehnheim (Rest, Archivalien Nr.135 vom 9.3.1460). Bezüglich derNeuerung der Äbtissin schworen die Kläger, daß niemanfürgenomen wart zu Andelo mit geistlich briefe von des zehnten wegenoder genötigt worden wäre, seine truwe zu geben, das er rechtgezehntethabe. Auch andere Zeugen sagten aus, daß sie nie gedrängt wordenseien, Trauben zu geben (ABR, Fonds d'Andlau 39 J 134 vom 3.2.1460).

(FN 169) ABR, H 2320.

(FN 170) Zur späteren Uneinigkeit der Familie vonAndlau über die Besetzung des Schultheißenamtes vgl. ABR, H 2320 zumJahr 1470.

(FN 171) Bei anderen Schulden durfte sie dies nicht (ABR, H2320 zum Jahr 1469).

(FN 172) Bezüglich der versuchten Maßänderungenwurde die Äbtissin anläßlich einer Schlichtung im Jahr 1469 (ABR,H2320) auf die in Straßburg gebräuchlichen gewonlich messe od(er)geseige verwiesen. Sie durfte keine newerungdarin vornehmen. In Andlau wurde im 16. Jahrhundert offensichtlich dasFuderfaß bevorzugt. In den Jahren 1502-1505 ist auch von Wein die Rede,der in pintzigen omen und mossentranportiert wurde (ABR, H 2401). Zu Pinten und Punzen alsFlüssigkeitsmaß bzw. als Fassbezeichnung, die in Zusammenhang mitdiesem Ausdruck stehen könnten, siehe Alanne, Weinbauterminologie S.190und 196. 1581 sind Fassgrößen von 32 Ohm, 4 Maß und ein fürlingmit 9 Ohm genannt (ABR, H 2392 zum Jahr 1581). 1584/1585 wurde derKüfer aufgefordert, zweifudrige, dreißigohmige und halbfudrige väßlein neuherzustellenbzw. alte zu pechen, neue Böden einzusetzen und Reifen dafürherzurichten (ABR, H 2405). In Straßburg war die Größe der Fässerverschieden.Es gab ein- und zweifudrige Fässer, aber auch andereVolumen waren durchaus gängig (Bender, Weinhandel S. 52f.).

(FN 173) Im Ort Andlau gab es 1450 fünf Weinsticher, die das stichgelt untereinanderaufteilten. Dies führte gelegentlich zu Streitigkeiten (ABR, Fondsd'Andlau 39 J 113 = Rest,Archivalien 113 vom 3.3.1450).

(FN 174) Der Äbtissin blieb es aberanheimgestellt, bei Unregelmäßigkeiten die Amtsinhaber zur Abstellungaufzufordern und diese bei Nichtbeachtung vor das Zehntgericht zu laden(ABR, H 2320 zum Jahr 1469).

(FN 175) Die Kaufsumme in Höhe von 3.800 Pfd.gingan das Kloster St. Peter, die Karthäuser und St. Thomas inStraßburg, während die Abtei in Zukunft Anspruch auf eine jährlicheZahlung von 34 fl durch Niclas Ziegler hatte (ABR, H 2350 vom20.11.1525).

(FN 176) Auch die Herren von Andlau legten derAbtei immer wieder Steine in den Weg. So zahlten sie gewisse Gelder,die sie an die Abtei weiterleiten mußten, in lothringischem Geld, eineWährung, mit welcher der abtei-andlauische Schaffner dann nichtsrechtes anzufangen wusste (ABR, G 1547 zu denJahren 1556 und 1557).Vgl. ebd. den Brief des Schaffners Johann Rode vom 24.3.1558.

(FN 177) In der Abteirechnung des Jahres 1576/1577beklagte sich die Äbtissin Maria Magdalena Rebstock (1570-1610) beimStraßburger Bischof Johann von Manderscheid-Blankenheim (1569-1592)darüber, daß der Abteizehnt in Walff, der zur Unterhaltung des dortigenPriesters diente, nur unvollständig gezahlt würde und sie nicht wisse,wie sie sich den Schuldnern gegen über verhalten solle (ABR, G 1546).

(FN 178) Brief der Äbtissin vom 12.10.1598 (ABR, H 2349 Nr.2).

(FN 179) 1571/1575 hielt der Schaffner fest, daßdie Abtei wegen der geringen Zehnteinkünfte Probleme habe, die großenMengen an Wein, welche die Abtei selbst als Lehen- und Dienstweinabzugeben hatte, bereitzustellen (ABR, G 1547).

(FN 180) In der Bestallung des neuen Schaffnersvon 1547 war die Pflicht, sich um den Zehnten in Walff zu kümmern,Bestandteil des Vertrages (ABR, G 1547 vom 10.12.1547).

(FN 181) 1547 wurde der Zehntwein wohl wie üblichauf den Zehntäckern festgestellt, aber von den Zehntpflichtigen in dieandlauische Trotte geschafft. Der Wein, der in Form von Traubengeliefert wurde, sollte durch die geschworenen Zehntknechte in lauteren(lutheren) Wein ingefechren stenndete (?) zu vass getragen, angezeichnet und dann als lauterer Wein verrechnet werden.

(FN 182) Noch in der Abrechnung von 1584/1585 (ABR, H 2405) ist ein Ausgabenposten in der zehent drotten getrunken ausgewiesen.

(FN 183) Nach Ansicht der Äbtissin standen Zoll,Weg und Ungeld seit Alters her der Abtei zu, waren aber Lehen derHerren von Andlau. Die Leute in Tal und Stadt Andlau hatten die Zahlungdes Zehnten so eingeschränkt, daß etliche Zinspflichtige kaum den 20tenOhm, etliche sogar keinen Zehnt (von 12 Ohm je 1 Ohm) mehr aus denAndlauer, Eichhofener, Bernhardsweiler, Reichsfelder und IttersweilerZehntweinen gaben. Die Herren von Andlau behaupteten, den Zehnt vomKaiser zu Lehen zu tragen. Sie pochten darauf, daß ihre Bürger undUntertanen den Weinzehnt nach altem Herkommen an sie entrichteten. Eswürde ihnen viel Mühe machen, wenn die Abtei jetzt eine Neuerungeinführe und der Zehntan die Abtei Andlau gezahlt werden müsse.

(FN 184) Schlichter war der kaiserliche Erzrat,Friedrich Braun zu Fürstenberg, Heiligenberg und Werdenberg, Landgrafin Barr, Herr zu Hausen und im Künzgertal.

(FN 185) Eine genaue Angabe bezüglich derverpachteten Rebfläche lässt sich aus den im Abschnitt über denEigenbaubzw. die Zehntweinäcker genannten Gründen nicht erbringen. Derangegebene Wert ergibt sich aus den dort gemachten Angaben.

(FN 186) ABR, G 1302. In Gebweiler waren im 17 und18. Jahrhundert 9, 18 bzw. 27 Jahre Zeitpacht üblich (Ehret, Weinbau S.32). In St. Maximin bei Trier betrug die Pachtdauer im 15. Jahrhundert40 bis 60 Jahre, im 16.Jahrhundert nur noch 20 Jahre (Christoffel,Geschichte des Weinbaus S. 100). In(Mittel-)Bergheim war eine 20jährigePachtzeit üblich, andere Pachtverträge liefen aber auch kürzer (Rapp,Vorgeschichte S. 34f.).

(FN 187) Rapp, Vorgeschichte S. 39.

(FN 188) Buszello/Blickle, Bauernkrieg S. 112f.

(FN 189) Zu den zahlreichen Beispielen aus dem Elsaß siehe Rapp, Vorgeschichte S. 40ff.

(FN 190) Zum verspäteten Pachtbeginn in Gebweiler (Pacht erst vom 4. Jahr an) siehe Ehret, Weinbau S. 39.

(FN 191) ABR, H 3068 (1) vom 11.1.1513.

(FN 192) ABR, 2391-2392. Im Zinsbuch von 1570werden alle Wein-, Korn- und Pfennigzinsen der Abtei in Scherweilermitgenauer Lagebezeichnung aufgelistet (ABR, H 2383).

(FN 193) Diese Vorgehensweise ist in der vorliegenden Zinsliste mehrfach anzutreffen.

(FN 194) ABR, H 2391 vom Jahr 1577.

(FN 195) Vgl. zur Durchnummerierung der Pachtweinäcker in Scherweiler unten Kap. 3.2.3

(FN 196) In einem Fall schwor ein Pächter 1586 bei seinen truwen, die fällige Pacht im Meierhof abgeliefert zu haben. Der Maier habe ihm darüber sogar ein Quittung zugestellt.

(FN 197) ABR, H 2391 zum Jahr 1577. Der Pächter Jakob Hartschwor ebenfalls (behalts bei seinen ehren), daß er 1585 den fälligen Zins im Meierhof abgeliefert habe (ABR, H 2392 zum Jahr 1585).

(FN 198)

(FN 199) 15 Pächter (6,9 %) gaben 6 Maß, 12Pächter (5,5 %)8 Maß, 12 Pächter (5,5 %) 3 Maß. fünf Pächter zahlten 18Maß, fünf andere 2 Ohm, vier Pächter lieferten 5 Maß, vier weitere 9Maß, vier Pächter entrichteten 30 Maß, drei Pächter jeweils 1, 14bzw.28 Maß, zwei Pächter zahlten 20 Maß und je ein Pächter gaben 6, 8,9,10, 11, 12, 16, einer sogar 20 Ohm.

(FN 200) Neun Pächter bewirtschafteten einen ganzen Acker, fünf einen ganzen Garten.

(FN 201) Drei Pächter hatten 2 Vierzel, jeweilsein Pächter ½ Vierzel und den Dritteil eines ½ Ackers, ein Pächter,Haus und Hof inne. Bei zwei Pächtern erfolgte keine Beschreibung desPachtgutes.

(FN 202) Drei Pächter lieferten 1 Ohm von einem Zweiteil.

(FN 203) Sechs Pächter gaben ein halbes Ohm von 1 Vierzel, zwei Pächter von einem Zweiteil.

(FN 204) Drei Pächter gaben 6 Maß von 2 Vierzel, zwei von 1 Vierzel, drei von ½ Vierzel, einer von 1 Zweiteil.

(FN 205) Drei Pächter führten 20 Maß von ½Acker,von 1 bzw.von 2 Vierzel ab. Zwei Pächter gaben 18 Maß von 1 bzw.½ Acker. Ein Pächterentrichtete 16 Maß, ein anderer 14 Maß von ½ Acker.Ein Pächter lieferte 11 Maß von ½ Vierzel, ein anderer 10 Maß von 1Acker. Drei Pächter gaben 8 Maß von 1 Acker, bzw. ½ Vierzel bzw. voneinem Drittel eines ½ Ackers.

(FN 206) Ein Pächter reichte 1 ½ Ohm von einem½Acker, zwei andere dieselbe Menge von 1 Zweiteil. Ein Pächter gab 1Ohm,6 Maß von einem Vierzel, ein anderer 1 Ohm, 3 Maß von einemZweiteil.

(FN 207) Von der Gesamtabgabenmenge in Höhe vonfast 60 Ohm Maß (2 Fuder, 20 Ohm, 3 Maß) wurden 15,5 Ohm (ca. 22,7 %)in ungekelltertem (ungedrott) Wein abgegeben.

(FN 208) ABR, H 2359 zum Jahr 1546.

(FN 209) Ein Ohm Zins werden sowohl von einemganzen Acker, einem halben Acker als auch von einem Vierzel fällig. Diefälligen Zinse konzentrieren sich aber sowohl bei 1 Acker (4 Nennungen)als auch ½ Acker (15 Nennungen) auf ½ bzw. 1 Ohm, während bei einemVierzel Reben (11 Nennungen) zwischen 4 Maß und 1 Ohm als Zinsabzuliefern waren.

(FN 210) In der Flur am Wasen waren von ½ Acker Reben einmal ½ Ohm, ein andermal 1 Ohm Wein bzw. von 1 Vierzel 6 Maß zu zinsen. Von ½ Acker Reben im Steffans felde waren in einem Fall 1 Ohm, in zwei anderen Fällen 3 Maß Zinswein abzuliefern. In der Flur uff derrot lande (uff dem radlande, auff dem rode lande, uff der rott lande) waren von ½ Acker zweimal 2 Maß und einmal ½ Ohm zu liefern, während 1 Vierzel dort 6 Maß Zins erbringen mußten.

(FN 211) Die Pfennig- und Weinzinse in Barr trugender Edelherr Wolf von Andlau von der Abtei zu Lehen. Vor demStraßburger Amtmann Bernhard Kerders als Vertreter der Herrschaft Barrund dem Barrer Schultheißen Hanns Botzer in Anwesenheit der Zinsleuteund weiterer Zeugen wurde am 2. Oktober 1570 eine Erneuerung derPfenning-und Zinsweine vorgenommen (ABR, H2355 zum Jahr 1570).

(FN 212) Zur Herkunft und zum Verbreitungsgebietder Bezeichnung ,Trotte' siehe Alanne, Weinbauterminologie S. 85 und212f. Nach Bassermann-Jordan 1, S. 57 ist die Tatsache, daß deutscheWeinausdrücke gebraucht werden, Anzeichen für eine fehlende römischeTradition im Weinbau dieser Gegend.

(FN 213) ABR, H 2401. Sie wird in einem Zinsverzeichnis des 15. Jahrhunderts als trotthus bezeichnet.

(FN 214) Der im Jahr 1576/1577 genannte drottknecht halfden vier Zehntknechten bei der Vereinnahmung der Zehnt-und Pachtzinse.Die genannten Knechte erscheinen als Lohnempfänger in der Auflistungder Herbstkosten (ABR, G 1546).

(FN 215) ABR, H 2401.

(FN 216) ABR, H 2359 zum Jahr 1546. Die abteieigene Kelter brachte 15 Ohm Zehntertrag ein. Von den Kosten der gemeinen drottbezahlte die Abtei 1501/1502 ungefähr ein Drittel, dafür war sie daranertragsmäßig mit 4 Fuder und 21 Ohm beteiligt (ABR, H2401).

(FN 217) Vgl. Gestermann S. 314 zum Kelterzwang inBanntrotten, zur Einrichtung von eigenen Keltern der Elsässer Winzer im16. und17. Jahrhundert und den Gemeindekeltern für arme Winzer. Vgl.Christoffel, Geschichte S. 114 zur Stiftsbannkelter von St. Maximin.Vgl. Clemens, Weinwirtschaft S. 94 zu den Kelteranlagen im Raum Trier.

(FN 218) Vgl. zum Kelterzwang und den sich daraus ergebenen Streitigkeiten im Neckargebiet Schmitt, Weinbau S. 110ff.

(FN 219) Rest, Archivalien Nr. 135 vom Jahr 1460.

(FN 220) ABR, H 2379 fol. 20 und 61v. zum Jahr 1396. Hier auch ein Hinweis auf die Kestenholzer Badestube von 1393.

(FN 221) Zu den Vorteilen des Teilbaus für die Herrschaft siehe Spieß, Teilpacht S. 228, 234 und 236.

(FN 222) Im Aufgabenkatalog des Abteischaffners aus der Mitte des 16. Jahrhunderts heißt es: "[...] soll man zum theyl zum besten man mag verlyhen".Mit anderen Worten, man entschied je nach Lage der Dinge, welchePachtart man im vorliegenden Fall anwandte (ABR,G 1547 vom Jahr1547).

(FN 223) Bassermann-Jordan 2, S. 918. Zum Zweite(i)l als Flächen- bzw. Feldmaß siehe Alanne, Weinbauterminologie S. 132.

(FN 224) Vgl. dazu Matheus, Weinbau zwischen Maas und Rhein S. 521 zu Parallelen im rhein-moselländischen Gebiet.

(FN 225) Siehe oben Anm. 130.

(FN 226) Spieß, Teilpacht S. 229; Bauer,ProblemeS. 248; Vgl. Clemens, Weinwirtschaft S. 99 zur dominierendenAbgabenform der Drittelpacht im Raum Trier im 15. Jahrhundert.

(FN 227) ABR, G 1546.

(FN 228) Spieß, Teilpacht S. 229, 231.

(FN 229) Bauer, Probleme S. 248; Spieß, Teilpacht S. 231.

(FN 230) 1454 verpachtete der Andlauer Schaffner Jacobus Zaberner im Auftrag der Abtei einen Wingert an Balburn berge an der banscher. Der Pächter mußte zur Zeit des Herbstens jährlich ½ Ohm ewiges Weingeld abliefern und den Weinberg in gutem buwe halten nach landes recht (ABR, H 2382 vom 8.3.1454).

(FN 231) Als das Kloster St. Agnes in Straßburg am 2.7.1388 dem Cuntz Tryppoludey ein halb(e)n acker reb(e)n gelegen zu Andelah andem vogelsangeverpfändete/verpachtete, wurde nicht nur festgehalten, daß Cuntz derAbtei Bodenzins zahlen, sondern er auch denWeinberg in gutemZustandhalten mußte (also ma(n) solich gut mugelichun(d) billich(e)n hab(e)n un(d) halt(en) sol) und ihn nicht weiterveräußern durfte (ABR, H 3066(27).

(FN 232) In einer Zinsaufstellungaus(Mittel-)Bergheim, welche die Abtei 1411 dem Straßburger BischofWilhelm II. von Diest (1394-1439) zukommen ließ, hieß es bezüglich derBaupflicht der Pächter: [...] und soll es in guetem bauw halten, alßman dem drittheyl guot soll halten bzw. [...] soll er bauwen ingewonlichem buwe als recht ist. Auch bei den Zeitpachtverträgen findet sich im 15. Jahrhundert die Klausel, daß das Gut in gewonlichem buwe,als reht ist,gehalten werden soll (ABR, G1302). Die von Spieß erwähnte Vorschrift,daß das Teilgut nicht in einem schlechteren Zustand zurückzugeben,sondern eher verbessert werden sollte, findet sich in AndlauerQuellen nicht (Spieß, Teilpacht S. 232).

(FN 233) ABR, H 2354. Neben der ÄbtissinMariaMagdalena Rebstock (1570-1610) waren der Abteischaffner JohannJacob Ergerssheim und der Abteischultheiß Peter Schneider, derAbteiamtmann Dieboldt Grosser, der Andlauer Schultheiß Claus SimeonHeymburger und der kaiserliche Notar Niclas Reimboldt anwesend.

(FN 234) In Andlau waren das Viertel und dasSester das gebräuchliche Getreidemaße. Davon zu unterscheiden ist dasVierzel, das in Andlau eine Teilgröße des gängigen Flächenmaßes desAckers war. Als Faßmaß für Wein wurden dagegen stets Fuder, Ohm und Maßbenutzt. Vgl. dazu Hellwig , Weinbauterminologie S. 93, 154, 182,219und 249.

(FN 235) ABR, H 2391. Auch 1577 beklagte derSchaffner die Kosten, die der Lade- und Fuhrlohn des 76er Zinsweinesaus Scherweiler verursachten (ABR, G 1546).

(FN 236) ABR, H 2391 zum Jahr 1575. 1577 nahm derKestenholzer Schreiber Bartholomeus (im selben Verzeichnis auch Atmanngenannt) Zinszahlungen (Acker 24) in Empfang. Zinsablieferungen inKestenholz sind auch in den kommenden Jahren immer wieder belegt (ABR,H 2392 zum Jahr 1585; ABR, 2392 zum Jahr 1589 und ABR, H 2394 zu denJahren 1597-1600). Kestenholz (Châtenois) war über die Inkorporationdes Klosters Hugshofen (Honcourt) an Andlau gekommen. Es sind zwarReben genannt und die Abtei Andlau verfügte hier über ein Gut,von demPfennigzins einging, Weineinkünfte erwuchsen der Abtei ausKestenholz aber nicht. Während die Scherweiler Winzer die der AbteiAndlau zustehenden Weinzinse in die gemeinen büttenzahlten, kamen sie ihren Verbindlichkeiten gegenüber den alten Zehnt-und Zinsherren, namentlich den Domherren sowie den Klöstern Altdorf undSt. Martin im Hugshofener Hof in Kestenholz nach. Vgl. dazu dasKartular von Schlettstadt und Kestenholz von 1350-1498 (ABR, H 2379).

(FN 237) ABR, H 2391 zum Jahr 1569-1570 und ABR, H2392. Zur Wirtschaftsbedeutung des Brüderhofes (Cour des Frères) vgl. Livet/Rapp,Histoire S. 287 und 300.

(FN 238) Der Pächter des Ackers 25 gab 1575 an,den jährlichen Zins dem Schaffner zu St. Johann in Schlettstadt zubezahlen (ABR, H2391).

(FN 239) Der Zinsmann des Ackers 174 kündigte 1575die Lieferung seines Zinses in Kestenholz an. Der Meier notierte späterden Eingang der Lieferung (ABR, H 2391 zum Jahr 1575).

(FN 240) Die Abtei legte die Zinstage fest, diePächter beglichen ihre Schuld in einem Zeitraum von ca. fünf Tagen vorbzw. fünf Tagen nach diesem Termin (ABR, H 2394).

(FN 241) 1577 heißt es: Geliefert den 17. Oktober 77 Cunradt Baldner deren schaffner zu Scherweiler.(ABR, H 2392). Oft wird in den Zinslisten vermerkt, daß ein Knecht dieLieferung vornahm. 1588 deutet sich an, daß manche Pächter (Acker 26und 142) ihre Pacht einem anderen mitgaben, der sie dann für sie beimSchaffner ablieferte (ABR, H 2392 zum Jahr 1588).

(FN 242) Entsprechende häufige Formulierungen inden Zinslisten, wie ,durch den Zinsknecht' geliefert, werden hier alsAbholung des Zinses interpretiert.

(FN 243) Claus Becke wird 1577 namentlich genannt (ABR, H2391). Auch 1584 ist ein Zinsknecht erwähnt (ABR, H 2392).

(FN 244) Am 2.10.1575 stellte der Meier lapidar zum Pächter des Ackers 130 mit: pracht sein knecht uff einem karch 3om(en) minus 4 maß (ABR, H 2391)

(FN 245) Wohl deshalb findet sich 1577 einVermerk, der eine Abweichung von dieser Regel festhält. EineZinszahlung (für Acker 95) sei durch Mathiß Boldestein den Buben in meinem abweßenuffgeschrieb(en) word(en) (ABR, 2391).

(FN 246) Beispiel ABR, H 2391 fol. 18r Acker 220 für das Jahr 1575.

(FN 247) Auch in Andlau werden 1575 namentlich 91Pächter aufgeführt, die verschieden große Weinäcker bebauten und ihrenWeinzins an die Abtei abführten. Der Verwaltung war aber nicht bekannt,ob diese klostereigen oder verpachtet waren bzw. ob Zehnrechte aufihnen ruhten. In der Überschrift heißt es: volgende reben zinsen inndiestifft, soll nachgesucht werden, ob dieselbige eigen (ABR, H 2354).

(FN 248) ABR, H 2391 zum Jahr 1577.

(FN 249) ABR, H 2394.

(FN 250) 1575 sagte eine Pächterin vor demSchaffner aus, daz stuckh reben, darvon die ½ ohm geet, niemals ind(er) hand(en) gehabt zu haben(ABR, H 2391 vom Jahr 1575). Dies läßt zwei Schlußfolgerungen zu. DerPächter war gestorben und seine Witwe hatte den Erbpachtweinberg nichtin Besitz nehmen können. Starb der Pächter, trat gewöhnlich seineEhefrau als tregerin in denPachtvereinbarung ein. Seine Pflichten, vor allem die Zahlung der Pachtgingen dann auf sie über. Mit ihrem Tod endete das Pachtverhältnis(ABR,H 2354). Die andere Möglichkeit ist, daß die Witwe einePachtabsprache verneinte und darauf hoffte, Recht zu bekommen, da keinPachtbrief vorhanden war.

(FN 251) Zilg Kremer aus Schlettstadt lieferte 9Maß Zinsab. Der Schreiber vermerkte, daß er zu ihm keinen Eintrag imZinsbuch finde. Er wollte nun nachforschen, warum Kremer den Zinsabgeliefert hatte (ABR, H 2391 zu den Jahren 1572-1576).

(FN 252) ABR, H 2392 zu den Jahren 1583-1589.

(FN 253) Die Äbtissin Adelheid vonGeroldseck(1342-1358) verlieh 1358 eine Hofstatt in Scherweiler demScherweiler Bürger Heintzen von Holtzheim gegen 8 ß Zins, die dieser anjedem Martinstag zu zahlen hatte. Heintzen mußte die Hofstatt in allen friheitten, rechtenn und gutengewonheitenbewahren, durfte die Rechtstellung des Hofes also nicht verändern unddas Gut nicht ungefragt mit Verbindlichkeiten belasten. Kam ermit derZinszahlung in Verzug, verfiel er dem geistlichen bzw- weltlichenGericht der Abtei. Wenn Andlau dies wünschte, konnte er auchaußergerichtlich zur Rechenschaft gezogen werden (ABR, H 2379 zum10.11.1358).

(FN 254) In einem Lehnsbrief vom Jahr 1566, derLehenswein in Marlenheim und Westhofen betraf, werden die Pflichten desLehnsmannes Lehnstreue, Hilfepflicht und Teilnahme am Lehnsgerichtgenannt. Revers des Jacob Hüffel: "[...] demstifft getruw und holt zu sein, iren schad(en) zu ware(n) und zuwenden, nutz und fromen zu werben und alleß daß zu thun, daß einverlehnter mann seinem lehen herrenn vonn sollich(er) seiner lehenweg(en) zu thun schultig, pflichtig und verbunden ist. Auch zu mantaggehorsam zu sein und recht zu sprechen, soofft unnd dick ich daßermanth unnd erfordtert würdt" (ABR, G 1545).

(FN 255) Zu den abtei-andlauischen Lehnsleutengehörten 1545 zunächst die Herren von Andlau (mit dem Volffischen undKollweyler Erblehen und dem Schultheißenamt in Andlau) dann aber nochzehn namentlich bekannte Lehnsleute, unter ihnen Friedrich Boelck zuGerstein, Hans Heinrich Löffel, Christoph von Wanges, Georg Jacob Bockhvon Erlenburg, Reinboldt Wezl von Marfilirz, Samsten von Landsberg,Hans akob Bolz von Altnau und Konrad Hoffwarth von Kriech(en) (ABR, G1545vom Jahr 1545).

(FN 256) ABR, H 2331 zum Jahr 1549

(FN 257) ABR, H 2335 zum Jahr 1574.

(FN 258) Friedrich von Wildberg hatte 1465 von Andlau u.a. zu Lehen in Aehenheim:[...] die gebreit reben aufffünffzehen oder sechtzehen aecker gebuwenunnd ungebuwen thundt vierpfundt Strasburgerpfennige unnd 3 ß gelts aufdem dinckhoff zuSalenthal) zu einem rechtenmannlehen (ABR, H 2339 vom17.9.1465). 1554 erfolgte eine inhaltlich gleiche Belehnung an BechtoldMünch (Munich) von Wildberg (ABR, H 2339) und 1572 an Wilhelm Münch(Munich) von Wildberg (ABR, AD, H2339).

(FN 259) ABR, H 2333 und 2334 zum Jahr 1494. 1559 werden verlehnte Weinflächen genannt (Spach 4, S. 182).

(FN 260) Wilhelm Münch von Wildberg hatte1575 Lehen in Erlesheim auf den hoff sant Richartin, nämlich 3 ½ OhmWein (ABR, H 2339 vom15.3.1575).

(FN 261) ABR, H 2368 Erblehensbrief von 1676: ÄbtissinMaria Magdalena Rebstock (1570-1610) verlieh Bernhardt Secleher einRebstück im Rechbühl; in der Kastelberger Pfründt- Ein weitererErblehnsrevers findet sich in (ABR, H 2369): Abtissin Maria verlieh ½Acker Reben im Rehenbühl.

Zum Literaturverzeichnis

 

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Fußnoten 262 - 318

(FN 262) ABR, H 2633 Nr. 6 vom 10.3.1323.

(FN 263) Im Jahr1347 kaufte der Abteischaffner Konrad Hagelstein ein Hofgut in Walff und nahm es vor dem Oberehnheimer Schultheißen mit eime halme aus der Hand der Verkäufer Rudolf und Cunze Mittelbus in seine als dar zu gewönlich und reht ist (ABR, H 2294). 1454 kaufte der Schaffner Jacobus Zaberner im Auftrag der Abtei Zinse in Westhofen von Lutz von Lampertheim. Im selben Jahr verpachtete er einen Wingert an balburn berge an der panscher (ABR, H 2382 vom 8.5.1454).

(FN 264) Im Jahr 1552 verhandelten der Andlauer Schaffner und der Ittersweiler Schultheiß Clauß Krämer im Wurtshuse zu Ittersweiler die Erneuerung der Andlau zustehenden Zinse in Ittersweiler und Reichsfeld (ABR, H 2382 vom Jahr 1552). 1588 zog der secretarius, der Schaffner Sebastian Wenger, die Getreidegülten in Walff ein (ABR, H 2383 und 2384).

(FN 265) 1570 stellten der Abteischaffner Niclas Reimboldt und der Scherweiler Meier Georg Günther die Wein-, Korn- und Pfennigzinsverzeichnis von Scherweiler zusammen (ABR, H 2383).

(FN 266) Vgl. Anm. 116.

(FN 267) ABR, G 1547 vom 10.12.1547.

(FN 268) Er reichte den fünf Bannwarten, dem Schulmeister, den vier Förstern, den drei Pförtnern und den Zweiern einen Imbis. Er bezahlte die Büttel (bütten).

(FN 269) Er entlohnte den Küfer, der sein eigenes geschirr brauchen sollte und nur den ablos belge (?) erhalten sollte. Die benötigten Reifen und Bänder wurden von der Abtei gestellt.

(FN 270) Er sorgte für die Bereitstellung des Meßweins (4 Ohm) und durfte dafür nur den guth frischen wein verwenden.

(FN 271) Beide Seiten, Abtei und Schaffner, mußten den geschlossenen Vertrag ein Jahr vorher kündigen, wenn sie ihn auflösen wollten.

(FN 272) 1570/1571 kam es zu einer erneuten Abwerbung des Schaffners durch die Herren von Andlau. Allerdings kündigte Niclas Reimboldt seinen Dienst ordnungsgemäß auf. Die Äbtissin Cordula von Krotzingen (1538-1572) wollte deshalb einen anderen tauglich(en) catholischen schaffner einstellen und favorisierte dafür einen Klosterschaffner aus Straßburg (ABR, G 1547).

(FN 273) 1520/1521 wird ein solches Handbuch erwähnt ([...] die ocht der Wyßelßperg unnd der schröter kosten diß jare mit allen wochentagen zu arbeyt(en) lut des hanndbuchs 30 Pfd., 9 ß, 3 d. (ABR; H 2402)), in das die Arbeitsgänge eingetragen wurden.

(FN 274) ABR, G 1547.

(FN 275) ABR, H 2401.

(FN 276) ABR, H 2401.

(FN 277) ABR, 1547 zum Jahr 1547

(FN 278) Der Merker ist nach dem Deutsches Rechtswörterbuch. Bd.9. Sp. 543 ein Aufpasser und Wächter bzw. ein Notar und Schreiber.

(FN 279) In (Mittel-)Bergheim wird der Merker Diebolt erwähnt, der die Klosterinteressen bei der dortigen Weinlese wahrnahm (uns(er) merger zu Bergheim im herbst).

(FN 280) Der Merker in Scherweiler bekam 1500/1501 insgesamt 12 Ohm Wein fur sin lon die zins in zü samelen (ABR, H 2401).

(FN 281) 1584/1584 werden die Meier in Zell und Nothalten genannt (ABR, H 2405).

(FN 282) Hier besaß die Abtei den kaiserlichen Dinghof mit dem vierten Teil des Ortszehnten und Ernennungsrecht des Schultheißen. Der Merker in Kintzheim erhielt einen Teil (?) seines Lohnes in Wein. Er bekam 1512 vom Kloster einen Betrag überwiesen, den er für Fuhrlohn in seinem Zuständigkeitsbereich verwenden mußte (ABR, H 2402). Wendling Metzing war offensichtlich in größerem Umfang bei der Zehnteinziehung in den andlauischen Zehntorten beteiligt. Er bekam drei Fester Reben in die v(er)ding, alß er die rebenn umb myn gnedige fraw zehent. Doch dies war nur eine seiner Aufgaben. Als Werkmann erhielt er für eine nicht beschriebene Tätigkeit, die angesichts der Höhe sich über mehrere Jahre erstreckt haben dürfte, 48 Pfd. und 6 ß sowie 13 Pfd. und 1 d in Roggen und Gerste und anderem bezahlt.

(FN 283) In Barr zahlte der Merker 1501 Klostergelder für die dort von der Abtei in Anspruch genommenen Küfer und Zimmerleute aus.

(FN 284) In Walff war 1500/1501 ein Martzolff Merker (ABR, 2401). Er nahm nicht näher genannteAufgaben bei der Getreideernte wahr (schurmerger).

(FN 285) ABR, H 2401.

(FN 286) ABR, G 1546 von 1576/1577.

(FN 287) Vgl. dazu Klock, Marlenheim S. 30f.; Barth, Rebbau 1, S. 142.

(FN 288) Zu ihnen Haemmerle, Verzeichnis S. 232.

(FN 289) Zu Löhnen und Gehältern im Weinbau vgl. Bassermann-Jordan 2, S. 799ff.

(FN 290) Er bekam insgesamt 4 Pfd., 16 ß und 4 d (ABR, 2401). Abgesehen von besonderen Vergünstigungen, die einem fest Beschäftigten zukommen mochten, betrug sein Tagessatz demnach ca. 4 d. Für offensichtlich besondere Küferarbeiten an 16 Tagen erhielt Meister Michael im selben Jahr 16 ß, also das Doppelte eines einfachen Küfers.

(FN 291) Der Küfer in Scherweiler bekam 1501/1502 insgesamt 10 ß Lohn. Der Küfer in Blienschweiler vereinnahmt für seine Tätigkeit binden und abzuloßenn 7 ß und 4 d.

(FN 292) ABR, H 2401.

(FN 293) Siehe dazu oben den Anteil des Eigenbaus am Gesamtertrag sowie Rebbau- und Herbstkosten 1500-1590.

(FN 294) Item Rebhansen do selbst, von dem win, so er von Heilgenstein in zweye herbste von Barr gefuhrte.

(FN 295) Er erhielt 1 Viertel und 4 Fester. Bei den Lohnaufwendungen wird er mit einem Lohn (zu lone) in Höhe von 12 ß geführt.

(FN 296) ABR, H 2405.

(FN 297) In St. Maximin war der Förster mit der Hut der Weinberge beauftragt (Christoffel, Geschichte S. 90 und 95).

(FN 298) ABR, H 2405.

(FN 299) ABR, H 2405.

(FN 300) ABR, H 2405.

(FN 301) Hansen dem phister zahlte die Abtei 1500/1501 ein Pfd. in Form von 3 ½ eln welch duch. Demselben (?) Hansen wurden im nämlichen Jahr 1 Pfd., 2 ß und 11 d zu lon gezahlt. Einem anderen Pfister wurden 8 ß für seine Tätigkeit vonn Martini untz uff winacht gereicht. Jacob, dem alten Pfister, wurden ausstehende Lohnzahlungen in Höhe von 17 fl überreicht. Der Pfister Martin erhielt für seinen Dienst von Weihnachten bis Johannis 3 fl 9 ß (ABR, H 2401). Vgl. Haemmerle, Verzeichnis S. 132.

(FN 302) Mathiß, dem Hofknecht, standen 1500/1501 für langjährige Lohnarbeit 34 fl, 5 ß und 7 d zu. Der neue (?) Hofknecht Jeronig wurde für ein halbes Jahr Dienst mit 4 ½ fl entlohnt (ABR, H 2401).

(FN 303) Der Jung-Schweinhüter bekam 1500/1501 am 11. November 3 ß Lohn, der Schweinehüter im Tal zu Andlau erhielt an Weihnachten 4 ß. Einigen anderen Schweinehütern wurden für 6 Wochen Dienst bis Johannis 20 d bezahlt. Der Kuhhüter strich für seine Arbeit bis Pfingsten 12 ß, 9 d ein. Der Viehmagd Margred wurden 17 ß Lohn ausgezahlt, Agneßen erhielt für die gleiche Tätigkeit einen Jahreslohn in Höhe von 7 ß.

(FN 304) Die Magd bekam 1500/1501 ein Pfd., 9 ß und 4 d, die Untermagd Elisabeth 1 Pfd., 7 ß und 4 d. Ottikar, unser schurmerger dochterlin kassierte im selben Jahr "zu lon und fur gedüch" 15 ß, 4 d.

(FN 305) Die Kochmagd Irmelm verdiente von Joannis bis Weihnacht 1 Pfd., 9 ß, 5 d. Margreden von Schlettstadt bekam von Weihnachten bis Johannis (als Viehmagd?) 1 Pfd., 10 ß und 2 d.

(FN 306) Seit 1512 wird in den Rechenbüchern nicht mehr zwischen Gesinde und Werkleuten unterschieden.

(FN 307) Dem Conrad Zimmermann wurden für eine ungenannte Tätigkeit 14 ß in taglon dis jar überreicht.

(FN 308) Dem Schlosser wurden für seine Tätigkeit (uff sein arbeit) 2 Pfd. ausgezahlt. Der alte Waffenschmied bekam seine 16 ß und 6 d in Form von 4 ½ Ohm Wein. Einem anderen Waffenschmied wurden 1 Pfd., 15 ß und 9 d laut Rechnung in Form von Zinsen und Wein erstattet.

(FN 309) Der Seiler aus Schlettstadt rechnete 1500/1501 gegen Rechnung 6 Pfd., 7 ß und 11 d ab.

(FN 310) 1504 wurden verschiedenen Werkleuten, wie etwa Küfer in Andlau, Barr und Schlettstadt in Tagelohn in Form von Geld oder Wein bezahlt. Der Ziegler erhielt einen Festpreis und Haffner, Schlosser und Schneider wurden uff arbeit entlohnt. Die Gesamtkosten für Werkleute beliefen sich auf 33 Pfd., 12 ß, 7 d (ABR, H 2401). Vgl. zu Taglohn, Akkord und Stücklohn Gestermann, Geschichte S. 313.

(FN 311) Herr, Bruchstücke S. 351f. zum Andlauischen Dinghof in Steinburg (Steingewircke), der von Hubleuten des Klosters Neuburg bewirtschaftet wurde und zum dortigen Recht des Andlauischen Schultheißen.

(FN 312) ABR, H 2401. Der Fronhof in Müttersholz war 1493 und 1577 verpachtet. In der Auflistung seiner Pertinenzen wird allerdings kein Wein genannt (ABR, H 2359).

(FN 313) Der 1500/1501 erwähnte Pförtner in Zabern, der ,nach alter Gewohnheit' seinen Lohn erhielt, nahm wohl die Pflicht der Abtei wahr, im Rahmen einer Vereinbarung ein Tor der Stadt mit zu bewachen.

(FN 314) Er wird 1500/1501 genannt. Ein Schreiber wird auch in der Abrechnung 1584/1585 erwähnt (ABR, H 2405).

(FN 315) Ketherin von Erthoffen erhielt 1500/1501 für eine unbekannte Tätigkeit 1 Pfd., 4 ß, 8 d. Jungfrau Magdalena 3 Pfd., 3 d Lohn.

(FN 316) Nach Wagner, Studien S. 458 lassen sich seit Mitte des 12. Jahrhunderts Andlauer Ministerialen erkennen, aber erst 1156 ist der abtei-andlauische Ministeriale Ritter Erbo von Wasselnheim (Wascelheim) zweifelsfrei als ministerialis nostre ecclesie genannt (Würdtwein, Nova 7, 184 Nr. 71). Die hohe Stellung Erbos zeigt sich, als er im Jahr 1165 der Äbtissin Mathilde (um 1165) und ihrer Kirche ein Gut übertrug (ABR, H 2294). Ob sein Bruder Gottfried, in der Urkunde als Vogt bezeichnet, zu dieser Zeit Vogt der Andlauer Kirche war, muß offenbleiben. Vgl. Herr, Frauenkloster Sindelsberg S. 105 Nr. 7 und S. 106 Nr. 8. Zur Zeit der Äbtissin Hedwig (um 1172 - um 1230) sind 4 Ministerialen genannt (ABR, H 2294).

(FN 317) Zu ihnen Wagner, Studien S. 463ff.

(FN 318) ABR, H 2401.

Zum Literaturverzeichnis

 

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Fußnoten 319 - 392

(FN 319) Zur Diskussion der mittelalterlichen Rebsorten siehe Matheus, Mosel S. 162.

(FN 320) Die Hohenburger Äbtissin Rilindis favorisierte sogar eine bestimmte Lage. Sie verfügte 1160, daß der Meßwein für den Hauptaltar nur von einem besonders guten Weingut in (Mittel-)Bergheim genommen werden sollte (Barth, Rebbau 1, S. 195 und 3, S. 92; Schreiber, Weingeschichte S. 33).

(FN 321) Bestallung des Schaffners (ABR, G 1547 vom Jahr 1547).

(FN 322) 1319 wird erstmals Rotwein in Andlau und (Mittel-)Bergheim genannt (UB Strassburg 3, 278 Nr. 918 vom 16.5.1319). Auch in einem Güter- und Zinsverzeichnis vom Ende des 14. bzw. aus dem 15. Jahrhundert (ABR, H 3066 (34 und 35) und ebd. 3067 (1)) wird Rotwein erwähnt. Vgl. allgemein dazu Barth, Rebbau 3, S. 19; Bassermann-Jordan 1, S. 126 und 370ff.

(FN 323) Vgl. Matheus, Weinbau S. 524 zum Auftauchen des Rotweins in den Rhein-Mosellandenim 14. Jahrhundert.

(FN 324) ABR, H 2368.

(FN 325) Martin/Lienhart 1, 588.

(FN 326) Eine solche Unterscheidung findet sich erstmals im 16. Jahrhundert in der Abteirechnung von 1503/1504 (ABR, H 2401).

(FN 327) ABR, H 2402.

(FN 328) Vgl. Matheus, Mosel S. 161. Zur geringen Verbreitung des Riesling im Elsaß Metz, Weinland S. 166f. Vgl. allgemein Matheus, Traubengeschlechter.

(FN 329) ABR, H 3066 Nr. 34.

(FN 330) Cuntzo Rüsse von Andlau verkaufte 1366 an Heinrich, den Summissar des Hohen Chores am Straßburger Münster, jährliche Einkünfte eines Ohms edlen Weißweins von einem halben Rebacker im Bann des Andlautals (Barth, Rebbau 3, S. 19). Vgl. Barth, Rebbau 1, S. 85.

(FN 331) Barth, Rebbau 1, S. 84. Zu ähnlichen Zehntstreitigkeiten in Gebweiler siehe Ehret, Weinbau S. 118ff.

(FN 332) ABR, H 2401.

(FN 333) ABR, H 2402.

(FN 334) Handwörterbuch zur Deutschen Rechtsgeschichte Sp.316 s.v. Bannwein. Vgl. Bassermann-Jordan 1, S. 588.

(FN 335) ABR H 2402. Auch 1520/15211521 wird die Bezeichnung hornung und meyen ban win erneut genannt (ABR, H 2402). Das Deutsche Rechtswörterbuch bezeichnet 'harung' als Verdingung bzw. Darangeld. Liest man den Begriff als "Hornung-Wein", so wäre dies eine im Februar zu entrichtende Abgabe (Deutsches Rechtswörterbuch, Bd.1, Sp. 1560f. s.v. 'hornung'. Nach Bassermann-Jordan 1, S. 469 ist der Maiwein als Würzwein anzusehen. Das Maigeld ist dagegen nach dem Deutschen Rechtswörterbuch. Bd.9. S. 30 eine im Mai fällige Abgabe.

(FN 336) ABR, G 1547 vom Jahr 1547. Der fill- und abloß-Wein wird auch 1576/1577 genannt (ABR, G 1546).

(FN 337) Zum Gesindewein, durch den Aufguß von Wasser auf die Trester und durch erneutes Keltern gewonnen, in Gebweiler vgl. Ehret, Weinbau S. 146. Vgl. zum Gesinde-, Trester- und Trinkwein auch Bassermann-Jordan 2, S. 841 und Alanne, Weinbauterminologie S. 135 und 163.

(FN 338) ABR, H 2404. Christoffel, Geschichte bezeichnet Füllwein als abgewandelte Bezeichnung für den Erfüllungswein, einen festen Weinzins innerhalb des Teilbaus. Müller, Deutschordenskommende S. 250 versteht unter Füllwein den Wein zum Nachfüllen der Fässer.

(FN 339) Barth, Rebbau 1, S. 328 zitiert den Schlettstadter Humanisten Jakob Wimpfeling, der 1507 ausführte: "[...] denn Wein von Kaysersberg oder Andlau, in einem irdenen Gefäß oder Holzbecher gereicht, ist dem Wein, der im Gebiet der Zorn oder des Kocherberges wächst vorzuziehen, mag dieser auch in einem Goldpokal funkeln". Barth, Rebbau 1, S. 285 beruft sich weiterhin auf den Dichter Theodor Reinhart, der den Andlauer Abteiwein überschwänglich lobte: "Wo bei Andlau auf dem Stein/ glüht im Gau der beste Wein/ und das Traubenblut/schmeckt den Nönnlein gut/ Benedikts Jünger flugs/ holten, was am Mönchberg wuchs/ Auch ist stets in ihren Tonnen/ Wolxheims edler "Horn" geronnen/ O Sankt Benedikt/ wie der Trank erquickt". Vgl. Barth Rebbau 2, 428 und 442 zum guten Ruf des Andlauer Weins im 16. bzw. späten 18. Jahrhundert. Zum dem der elässischen Weine allgemein siehe Pfleger, Zistercienser S. 141; Bassermann-Jordan 1, S. 150ff.

(FN 340) "Im J. 1540, wo man im August Weinlese hielt, waren die Trauben im Elsaß wie Meertrauben, Wein wie Malvasier und dessen viel". Im Bann von Andlau soll man in den Reben eine große Traube gefunden haben. Sie war "einer guten Ellen lang; sie hatte ein ritzrothen bart, also man ihn abschnidt, brocht man in gen Strassburg, zeigt in dem Raht u. vielen 100 Bürgern, den drug man gen Heidelberg u. schenkt in Pfaltzgraf Ludwig; der Pfaltzgraf schickt in gen Speir, schankte in Keyer Carlo" (Barth, Rebbau 3, S. 19).

(FN 341) ABR G 1547.0

(FN 342) Arnold, Weinbau S. 78.

(FN 343) Zur Rebenveredelung in Gebweiler in späterer Zeit siehe Ehret, Weinbau S. 78ff.

(FN 344) Barth, Rebbau 1, S. 319 und 2, S. 19: Das Bild "zeigt einen Weinpanscher und den Teufel. Letzterer sitzt mit dem Hinterteil auf dem Spundloch eines mit Holzreifen gebund[enen] Fasses. In seiner Linken hält er eine auf der Schulter liegende Gabel mit 2 gekrümmten Zinken, während er mit seiner Rechten einen Strick fasst, der um den Hals des Weinfälschers geschlungen ist." Barth, Rebbau 1, S. 119 interpretiert die Vögel in diesem Relief als Anspielung auf Stare als Rebschädlinge. Abbildungen des Frieses bei Forrer, frises Tafel X-XXIV.

(FN 345) Dazu gehörten nach Barth, Rebbau 1, S. 362 Schlettstadt, Ober-Ehnheim, Dambach, Rosheim, Börsch, Molsheim, Kenzingen und Ettenheim in Baden. Zu dem Problem der Weinverfälschungen in Straßburg siehe Bender, Weinhandel S. 56ff., zu solchen in Colmar Sittler, Weinbau und Weinhandel S. 202f. Zur Problemstellung allgemein Pferschy, Weinfälschung. Vgl. Bettina Pferschy-Maleczek, Weinfälschung.

(FN 346) ABR, G 1547. Vgl. zur Erinose bzw. Eriophyses vitis Müller, Weinbau-Lexikon S. 197f.

(FN 347) Matheus, Gefeuerter Wein S. 361.

(FN 348) Barth, Rebbau 1, S. 317. Vgl. ebd. S. 416-419 zum gefeuerter Wein in der weltlichen Herrschaft Andlau. Siehe auch die Karte der elsässischen Orte zwischen Straßburg und Colmar, in denen zwischen dem 14. und dem 17. Jahrhundert ,gefeuerter Wein' produzierte wurde, bei Matheus: "Gefeuerter Wein", un procéde de vinification S. 262.

(FN 349) Zur Bedeutung gefeuerten Weins in Straßburg Bender, Weinhandel S. 59. In späterer Zeit wurde gefeuerter Wein in Gebweiler Bauern-, Gesinde- und Kochwein' genannt (Ehret, Weinbau S. 138).

(FN 350) ABR, H 2401.

(FN 351) ABR, G 1546.

(FN 352) Auch die Hohenburger Äbtissin Rilindis verbrauchte 1160 ein Fuder Wein für kirchliche Zwecke (Schreiber, Weingeschichte S. 32f.).

(FN 353) Die Erntearbeiter in Walff erhielten 1 ½ Fuder, weitere 3 ½ Fuder wurden aus unbekannten Grund dem Jungherrn Arnold und Ritter Hartung von Andlau überlassen.

(FN 354) ABR, H 2401.

(FN 355) Auf Erlass des Straßburger Bischofs, der Mitte des 14. Jahrhunderts dem Abteileben wieder mehr Geltung verschaffen wollte, wurde betont, daß die Klosterinsassen die Klausur ohne Erlaubnis der Äbtissin nicht verlassen, an Festivitäten, die sich anläßlich von Turnieren oder Hochzeiten ergaben, nicht teilnehmen und sich auch in den Räumen, quae dicuntur drinke stuben, bei Androhung von Strafe nicht aufhalten durften (Bécourt, L'Abbaye (1927) S. 245).

(FN 356) Siehe Pfleger, Zistercienser S. 140 zu den diesbezüglichen Vorschriften des Generalkapitels. Vgl. Arnold, Weinbau S. 85ff. zu den Gepflogenheiten in den Deutsch-Ordensballeien.

(FN 357) Chmel, Regesta 83 Nr. 690 vom 13.7.1442.

(FN 358) Chmel, Regesta 122 Nr. 1095 vom 6.9.1442.

(FN 359) Zoll wurde auch bei Getreide- und Viehgeschäften (Pferde, Rinder, Schweinen, Mastschweine, Schafe) sowie Fischverkäufen (hannt, helbling, funen hering, strew buking) und sonstigen Kaufakten fällig.

(FN 360) Siehe Fußnote 159.

(FN 361) Schiedsspruch des Pfalzgrafen Friedrich I. (1451-1476) anläßlich des Zehntstreites (ABR, H 2320).

(FN 362) Chmel, Regesta 638 Nr. 6575 vom 11.6.1472.

(FN 363) Im Jahr 1004 hatte Kaiser Heinrich II. (1002-1024), wohl auf Drängen seiner Schwester, der Andlauer Äbtissin Brigida (nach 973 - nach 1024), der Abtei das Recht gewährt, an jedem Mittwoch einen öffentlichen Mark abzuhalten und den Warenzoll einzunehmen (Würdtwein, Nova 6, 154 Nr. 76 = Schoepflin, Als. dipl. 1, 148 Nr. 185 vom 1.7.1004). Vgl. dazu Bloch, Ueberlieferung S. 309f.; Clauss, Wörterbuch S. 41. Zu weiteren Königschutzbriefen siehe Deharbe, Richarde S. 53. Siehe auch die Karte der elsässischen Marktorte im 10. und 11. Jahrhundert bei Amman, Wirtschaftsgeltung S. 96. Vgl. Wagner, Studien S. 450f.

(FN 364) Vgl. ähnliche Tendenzen bei den Deutschordensballeien, die ebenfalls kein ausgesprochenes Fernhandelsnetz aufbauten, teilweise aber doch auch weiter entfernte Marktzentren (Ulm, Nürnberg, Frankfurt am Main) in Eigenregie mit Wein belieferten. Dazu Arnold, Weinbau S. 90.

(FN 365) ABR, H 2401 von 1501/1502 und 1502/1503 und ABR, H 2402 von 1520/1521.

(FN 366) Zu ihm und den Colmarer Handelsbeziehungen in die Schweiz siehe Sittler, Weinbau S. 203 und Waldner, Geschichtliches S. 157f. und 162. Vgl. allgemein zum Weinbau in Colmar Sittler, La viticulture und Sittler, Le commerce du vin.

(FN 367) In der Abrechnung von 1500/1501 ist mehrfach die Rede davon, daß die Abtei Wein nach dort und an einen anderen Marktort transportiert hatte und Kosten für Fuhrleute und Fuhrwerk angefallen waren. So entstanden Ausgaben in Höhe von 11 ½ ß, eim von Heiligenstein von eim enger win gen Straßburg zu furen in der messe, ein ander Mal wurden 15 ½ ß fällig, um an Nativitatis Marie (8. September) einen Enger Wein nach Straßburg zu bringen (ABR, H 2401 von 1500/1501). Auf dem Straßburger Weinmarkt kauften die Direkteinkäufer aus Metz, Köln, Dortmund, den Niederlanden, Frankfurt am Main, aus Nordhessen und Thüringen ein (Bender, Weinhandel S. 4). Vgl. auch Hertzog, Entwicklung (1900) S. 82. Zur Bedeutung Frankfurts und Kölns im Rahmen des elsässischen Weinexportes vgl. Fuchs, L'espace bes. S. 291ff. und 299ff. Zusammenfassend: Rothmann, Frankfurter Messe S. 375-381.

(FN 368) 1360 unterstützte die Stadt Straßburg die Bemühungen der Äbtissin, Zollfreiheit in Matzenheim zu erlangen und forderte eine Behandlung der Abteidame alß burgerin zu Straßb(urg) (ABR, G 1549 von 1360.

(FN 369) 1370/1380 mußten die Abteien und Klöster Andlau, Hohenburg, Ittenweiler (Itenwilre) und Eschau (Eschowe) 1 Quart ß Brückenzoll in Straßburg zahlen (UB Strassburg 4,2 S. 227 von ca. 1377/1380). Zur Kontrolle des Weinhandels durch die Städte in den Orten des Neckargebietes Schmitt, Weinbau S. 116ff. Zum Quart als Flüssigkeitsmaß Alanne, Weinbauterminologie S. 208.

(FN 370) Die curia der Abtei in Straßburg wird 1380 genannt (UB Strassburg 7, 349 Anm.2 vom 15.2.1380). Nach Schmidt, Gassen- und Häusernamen S. 95 befand sich der Hof von Andelo in der Kettengasse (ehemals Reisersgasse, heute Rue de la Chaîne ). Zur Nennung des Andlauischen Abteihofes in Straßburg im Jahr 1466 siehe Bender, Weinhandel S. 145; Pfleger, Kirchengeschichte S. 92. Zum 1561 in Andlauer Akten genannten Gürtlerhof in der Nähe des Straßburger Domes (ABR, G 1547) und seiner Bedeutung als allgemeines Weinlager siehe Livet/Rapp, Histoire S. 320. Vgl. Borries, Geschichte S. 230 zum Andlauer Absteigequartier im 18. Jahrhundert in der Schreiberstubgasse 8.

(FN 371) ABR, G 1543 die Zollbefreiung von 1425; Bécourt, L'Abbaye (1930) S. 171. Vgl. Clauss, Wörterbuch S. 35.

(FN 372) Vgl. Hertzog, Entwicklung (1900) S. 72.

(FN 373) Hertzog, Entwicklung (1900) S. 82. Zur Weinausfuhr aus Straßburg in den Jahren 1574 bis 1586 siehe Bender, Weinhandel S. 10. Vgl. Livet/Rapp, Histoire S. 287.

(FN 374) ABR, 2401.

(FN 375) ABR, H 2405. Den Angaben zur Folge wurde in diesem Jahr darüber hinaus keinerlei Wein auf den bekannten Märkten verkauft. Gleichwohl fiel in diesem Rechnungsjahr eine beachtliche Summe für Fuhrlöhne (85 Pfd., 16 ß, 10 d), wohl überwiegend Getreidefuhren, an.

(FN 376) 1500/1501 heißt es etwa: verkaufft etlichen Schwobenn (ABR, H 2401)

(FN 377) Nach Barth, Rebbau 1, S. 424 wurde Andlauer Wein nach Villingen ausgeführt und war 1649 auch in der Haushaltung des Abtes von St. Georgen im Schwarzwald anzutreffen. Zum Export elsässischer Weine in die verschiedenen Regionen des Reiches siehe ausführlich Ammann, Wirtschaftsgeltung S. 107ff. mit zahlreichen Karten. Siehe auch Ammann, Verbreitung; Himly, L'exportation; Militzer, Wirtschaftsleben S. 72ff.; Dollinge, La Hanse; Dollinger, Die Hanse. Auf Andlauer Weine wird in diesen Abhandlungen nicht eingegangen.

(FN 378) ABR, H 2402.

(FN 379) Livet/Rapp, Histoire S. 294.

(FN 380) ABR, H 2404.

(FN 381) Ein Abteikeller, in dem der überschüssige Wein eingelagert wurde, befand sich 1502 in Andlau und Kintzheim, 1505 ebenfalls einer in Barr (ABR, H 2401). 1580 heißt es unter den Ausgabenposten: Item damalen vor 3 ½ fuod(er) drinckwein auß der stiffkeller zu unterschidlich(en) malen in der gesündt keller getragen (ABR, H 2404). Offensichtlich hatte das Gesinde einen eigenen Raum für die ihm zugestandenen Weinrationen.

(FN 382) In einer Schlichtung, die anläßlich des Zehntstreites 1442 abgefaßt wurde heißt es: Man sagt, daß in dem tale zu Andela [...] fin und gut win an wachsse und deshalb die nyderlender oder frömden, so man dann nennt in disem lande geste, herkommen, um Wein zu kaufen (ABR, Fonds d'Andlau 39 J 109 vom 28.2.1442).

(FN 383) Der Weinschlag, in Andlauer Quellen Fudermaß genannt, galt ohne Berücksichtigung der Qualität für alle Weine einer Gemarkung. Nach jeder Weinernte wurde er festgesetzt. Er war aber nicht bindend. Der Preis des Weins wurde ausschließlich durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Der Weinschlag war ein Mindestpreis, "ein offizieller Mittelpreis, der bei etwaigen Umrechnungen von Weingülten in Geld als maßgebender Satz angenommen werden mußte" (Hertzog, Entwicklung (1900) S. 78; Gestermann, Geschichte S. 318f.). Zum Weinschlag in Gebweiler vgl. Ehret, Weinbau S. 135ff.

(FN 384) Nach Bassermann-Jordan 2, S. 1072 kostete im Jahr 1513 das Fuder Wein in Gebweiler 20 Pfd. Zu den Weinpreisen in Straßburg siehe Bender, Weinhandel S. 62f.

(FN 385) Aus dem Rechnungsbuch des Jahres 1512 ist zu entnehmen, daß 1 Fuder Rotwein 5 Pfd., 5 ß und 1 d Geld einbrachte, während der Fuder vin 3 Pfd. und 12 ß kostete. Der new win (4-6 Pfd.) und der furn win (5-6 Pfd.) waren dagegen etwas teurer.

(FN 386) Die aus Chroniken mitgeteilten Angaben zu Wetter, Ertragsmenge und Weinqualität können immer nur für einen mehr oder weniger ausgedehnte Region Anspruch auf Richtigkeit erheben, da sich die Mitteilungen teilweise völlig widersprechen. Vgl. dazu den Abschnitt "Jahrgänge, Witterung" bei Bassermann-Jordan 2, S. 847ff.

(FN 387) Rapp, Vorgeschichte S. 39f.

(FN 388) ABR, H 2402. Bassermann-Jordan 2, S. 974 bezeichnet das Jahr 1512 als ein nasses und unfruchtbares, das wenig Wein brachte, ganz anders das Jahr 1514, welches viel und guten Wein wachsen ließ. (FN 389) Die Angabe ergibt sich aus den im betreffenden Jahr getätigten Weinverkäufen.

(FN 390) Siehe weiter vorne den Abschnitt über Kellerbestände, Weinerträge, Verkauf und Verkaufserlös 1500-1590.

(FN 391) Rapp, Vorgeschichte S. 33.

(FN 392) Buszello/Blickle/Endres, Bauernkrieg S. 223f.

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Fußnoten 393 - 434

(FN 393) Auf die divergierenden Meinungen zur Frage eines Niedergangs und Aufschwungs und deren Periodisierung soll hier nicht näher eingegangen werden. Vgl. zum Thema Abel, Agrarkrisen. Vgl. hierzu auch Abel: Art. ,Agrarkrise' Sp.218-220. Abel geht auf den Weinbau des 16. Jahrhunderts nicht ein.

(FN 394) Die Summenangaben der nachstehenden Tabelle sind nicht immer zuverlässig. Teilweise lagen mehrere Rechnungsbücher mit unterschiedlichen Summenangaben vor. Für das Jahr 1575/1576 beispielsweise findet sich an anderer Stelle (ABR, G 1546) eine weitere Bilanz, die Äbtissin Maria Magdalena Rebstock (1570-1610) dem Straßburger Bischof Johann von Manderscheid-Blankenheim (1569-1592) zur Bestätigung vorlegte. Dieses Verzeichnis, was der kloster-andlauische schaffner in seiner 76er Jahrrechnung schuldig pliben, nennt u.a. folgende Beträge: Geldeinnahme 629 Pfd., 9 ß, 4 d, 1 h, 1 ½ Ortelin, Geldausgabe 538 Pfd., 10 ß, 4 d und einen positiven Saldo von 94 Pfd., 1 h, 1 ½ Ortelin. Nach Friedrich Freiherr von Schrötter: Wörterbuch der Münzkunde. Berlin Leipzig 1930, hier S. 475 ist Ortelin eine Straßburger Bezeichnung für den Vierteldenar und wird zuerst 1431 erwähnt.

(FN 395) ABR, G 1547 Brief vom 11.11.1566.

(FN 396) Zum Streit der Äbtissin Maria Magdalena Rebstock (1570-1610) mit dem Straßburger Bischof Johann von Manderscheid-Blankenheim (1569-1592) im Jahr 1573 siehe Hahn, Reformbestrebungen S. 81 und Bécourt, Réforme S. 331f.

(FN 397) Livet/Rapp, Histoire S. 326ff.

(FN 398) Am 11.10.1570 vollzog sich auf Initiative der Herren von Andlau eine erste protestantische Predigt des ehmaligen Diakons des Straßburger Münsters, Kaspar Weissmann, in der Kapelle zur hl. Barbara, die sich im Spital vor dem Spitaltor in der Stadtmauer befand (Clauss, Wörterbuch S. 41).

(FN 399) Siehe hierzu Rapp, Réformes. Siehe auch Bécourt, Réforme S. 110f. Zur Reformation der Familie von Andlau siehe Johann Adam: Evangelische Kirchengeschichte der elsässischen Territorien bis zur französischen Revolution. Strassburg 1928, hier S. 501-503.

(FN 400) Siehe dazu Hahn, Reformbestrebungen S. 47 und S. 102; Reichsland S. 31. Maria Madalena Rebstock (1570-1610) ging energisch gegen den Protestantismus vor. Sie verbot 1596, daß in der vor dem Städtchen gelegenen St. Andreaskirche und in Walff ein evangelischer Gottesdienst gehalten wurde. Die Herren von Andlau hatten in "ihren" Dörfern lutherische Pfarrer eingesetzt, so etwa in der Andlau inkorporierten Pfarrkirche zu Walff, in Düttlenheim, (Mittel-)Bergheim und Niederehnheim. Vgl. Spach 4, S. 178; Adam, Kirchengeschichte S. 5 und 11. Vgl. Hahn, Visitationen S. 514, 515 und 541 zu den Berichten der Straßburger über den angeblich verwerflichen Lebenswandel der Pfarrer in Andlau und Stotzheim in den 70er Jahren (1572 bzw. 1579).

(FN 401) Die Klöster Hohenburg, Niedermünster, Erstein und Saint-Etienne u.a. wurden reformiert. Zum Niedergang des Klosters Baumgarten in dieser Zeit vgl. Pfleger, Cistercienserabtei S. 512ff.

(FN 402) Kaiser Rudolf von Habsburg (1273-1291) ließ seinen Landvogt Friedrich gegen die Lutheraner in Andlau vorgehen und wies zur selben Zeit die Herren von Andlau an, die Rückkehr des evangelischen Predigers zu unterbinden. Sollten sie dem Gebot nicht nachkommen, sollten ihre Lehen eingezogen werden. Zum Predigtverbot in der Andlauer Spitalskirche siehe ABR, H 2320. Vgl. auch Deharbe, Crypte S. 232ff. und Bécourt, Réforme S. 113ff.

(FN 403) ABR, G 1545.

(FN 404) Angesprochen wurden eine befürchtete ,Aufweichung' der katholischen Feiertagsordnung und Exercitien, die unerwünschte Beerdigung von Lutheranern auf den bisher rein katholischen Friedhöfen und das ungewisse Schicksal der Kinder aus ,Mischehen'.

(FN 405) In der Schrift "Erhebliche ursachen, warumb ein predicant zu Andlow länger nicht zu duld(en) ist" werden 14 Punkten genannt (ABR, G 1545). So fürchtete man von katholischer Seite, daß die Duldung der Lutheraner dazu führte, daß die hl Gefälle für die Bezahlung evangelischer Prädikanten ausgegeben werden müßten, Katholiken zunehmend von Gerichts- und Ratstellen ausgeschlossen bzw. Lutheraner den Katholiken kein Geld mehr leihen würden.

(FN 406) Die Religionsstreitigkeiten mit den Herren von Andlau wurden erst 1604 unter Mithilfe Kaiser Rudolf II. (1575-1612) beigelegt (Rest, Archivalien 395, 402 und 403). Die wenigen Lutheraner, die nach dem Verbot des Kaisers in Andlau verblieben waren, wurden Ende 1600 mit seiner Hilfe ganz aus der Gemarkung vertrieben (Clauss, Wörterbuch S. 40). Vgl. Hahn, Reformbestrebungen S. 47 und 82.

(FN 407) Die Äbtissin versuchte 1576 dies mit dem Hinweis rückgängig zu machen, die Abtei sei in temporalibus dem Heiligen Römischen Reich und in spiritualibis dem Heiligen Stuhl in Rom unterstellt (Hahn, Reformbestrebungen S. 81).

(FN 408) Auffallend ist, daß der Abteischaffner 1573/1574 erstmals arabische Zahlen anstatt der bisher üblichen römischen verwendete.

(FN 409) In der Abteirechnung des Jahres 1584/1585 werden beachtliche Kosten für einen nuwen bauw und die darin befindliche obernstuben abgerechnet. Eine Vielzahl von Handwerkern und Bauarbeitern, Steinmetzen und -zermahlern, Kalklöschern, Zimmermännern, Maurern, Mörtelknechten und einem blatthauwer, Ziegelern und Mauersteinherstellern und Leuten, die Latten und Planken fertigten, wurden in Tages- und Stücklohn bezahlt (ABR, H 2405).

(FN 410) Die Stadt Andlau war seit 1432 von Mauern und Gräben umgeben. Vgl. Bécourt, Réforme S. 438f.; Clauss, Wörterbuch S. 40; Hotz, Handbuch der Kunstdenkmäler S. 9.

(FN 411) Der Destrikt mit Hof und Bann, die Wasser- und Weiderechte, die Allmendegüter, die Gerichtsbarkeit, die Schirmvogtei sowie die Ämter und Mühlen wurden seit 1380 mehrfach verpfändet. 1466 erfolgte die Lösung durch Äbtissin Susanne von Eptingen (1444-1479). Äbtissin Kunigunde von Reinach (1494-1537) hatte 1510 den Stadelhof der Stadt Straßburg samt Zubehör für 500 Goldgulden verpfändet, darunter einige Trotten und das Dorf Marlenheim. Das Pfand wurde 1510 als mit 5.000 Goldgulden lösbar angegeben (ABR, H 1367). Nach ABR, G 1367 mussten dafür 28.000 fl (1 fl = 15 Batzen = 60 xr) aufgebracht werden, davon allein 14.000 fl für den Stadelhof. Dass man sich schon in den 70er Jahren mit dem Kauf beschäftigte, zeigt eine Rentabilitätsrechnung des Stadelhofes aus dem Jahren 1570-1579. Möglich wäre, daß schon jetzt Geldmittel für die geplante Investition zurückgestellt worden sind. Die bischöfliche Erlaubnis zum Rückkauf erfolgte im Jahr 1581 (ABR, 1543). Zum Stadelhof Büttner, Besitz S. 21f.; Klock, Marlenheim S. 24; Bécourt, Réforme S. 10; Bécourt, L'Abbaye (1927) S. 51f. und Bécourt, L'Abbaye (1930) S. 297ff. und 639ff.

(FN 412) ABR, G 1547 zu 1571/1572.

(FN 413) ABR, H 2401 zu 1500/1501.

(FN 414) Wisplinghoff, Kosten und Erträge S. 295.

(FN 415) So verfügte die Abtei im Jahr 1500/1501 über Einkünfte aus Weizengülten und -zehnten in Walff, Roggengülten in Andlau, (Mittel-)Bergheim, Epfig, Ittersweiler, Müttersholz, Stotzheim sowie Zehnteinkünfte in Schlettstadt, Scherweiler, Steinburg (Steingewircke), Walff und Fabrie. Im selben Jahr flossen der Abtei Einkünfte aus dem Verkauf des der Abtei abgelieferten Roggens und Hafers zu, aus der Verpachtung von Gersten- und Haferbauerstellen, die samt der dazugehörenden Pferde und Schweine weggegeben waren (ABR, H 2401).

(FN 416) Kelter, Ursachen S. 55. Danach waren seit dem 14. Jahrhundert fallende Getreide- und Viehpreise zu beobachten, im Elsaß vor allem zwischen 1351 und 1375. Vgl. Rapp, Vorgeschichte S. 38f.

(FN 417) ABR, H 2401.

(FN 418) Von den insgesamt über 843 Viertel Getreide, überwiegend Gerste, Roggen und Hafer, die die Abtei aus Gülten, Zehnten, Pachtverträgen und einem kleinen Teil eigenbewirtschafteter Äcker zog, konnten noch im Jahr 1501 mehr als 508 Viertel (= 60,2%) veräußert werden. In den Speichern blieben 334 Viertel.

(FN 419) Rapp, Réformes S. 252.

(FN 420) ABR H 2401. Rapp, Réformes hat in seiner Darstellung leicht abweichende Fuder- und Pfundangaben errechnet.

(FN 421) Im Jahr 1512 wurden 1.046 Viertel Roggen erwirtschaftet. Davon sind 511 Viertel wieder veräußert worden. Die Einnahmen aus dem Roggenverkauf betrugen über 43 Pfd. und mehr als 536 Viertel blieben in den Kornspeichern zurück. An Gerste und Hafer wurden 325 Viertel und 1 ½ Fester verkauft, die Einnahme betrug 7 Pfd. und 12 ß. Der Gesamterlös aus der Getreidewirtschaft belief sich demnach auf 51 Pfd., 9 ß und 4 d. 1514 betrug die Roggenabgabe 473 Viertel, 5 Fester, was einem Geldbetrag von 49 Pfd., 11 ß und 7 ½ d entsprach. Da über 997 Viertel eingefahren wurden, verblieben mehr als 523 Viertel in den Speichern. Auch bei Gerste und Hafer überstieg der Ertrag von mehr als 378 Viertel die Ausgaben von 351 Viertel und ½ Fester (= 9 Pfd., 3 ß, 8 d) um 378 Viertel (ABR, H 2402).

(FN 422) Sie machten über 500 Viertel aus. 384 Viertel wurden weggegeben, so daß mehr als 121 Viertel im Depot verblieben.

(FN 423) An Roggen wurden mehr als 723 Viertel eingenommen, von denen über 41 Viertel im Depot blieben.

(FN 424) Von ca. 463 Viertel wurden 41 Viertel eingelagert.

(FN 425) An Hafer kamen mehr als 63 Viertel zusammen.

(FN 426) Von der Gesamtgetreideeinnahme von ca. 1.686 Viertel wurden 1.493 Viertel wieder weggegeben. Der Depotbestand der Abtei an Weizen, Roggen, Gerste und Hafer betrug mehr als 261 Viertel (ABR, H 2404).

(FN 427) ABR, H 2404.

(FN 428) Die Einnahme an Weizen beliefen sich auf 111 Viertel, von den 28 Viertel ausgegeben wurden. Von den Roggeneinnahmen in Höhe von 466 Viertel (Gült und Zehnt aus Epfig, Stotzheim, Walff, Büschen, Kogenheim, Bertzfelden, Zellweiler, Bolsenheim, Niederehnheim) wurden 213 Viertel wieder ausgegeben. Die Gersteeinnahmen ( 144 Viertel Gülte und Zehnt aus Walff, Zellweiler, Kogenheim, Büschen, Bolsenheim) wurden vollständig weggegeben, Die Haferernte erbrachte 239 Viertel aus Epfig, Stotzheim und Walff.

(FN 429) Der Verkauf der 83 Viertel Weizen erbrachte 165 Pfd. Geld, 218 Viertel Roggen wurden für 344 Pfd., 157 Viertel Gerste für 219 Pfd. veräußert.

(FN 430) 35 Viertel Roggen, 14 Viertel Gerste und 48 Viertel Hafer.

(FN 431) ABR, H 2405.

(FN 432) 1511/1512 wurden 107 Fuder als Zehnt vereinnahmt. Dieser Menge entsprach ein Geldwert von ca. 407 Pfd. Die Fuderpreise ergeben sich aus den entsprechenden Umrechnungen der Verkaufsangaben (siehe oben Kellerbestände, Weinerträge, Verkauf und Verkaufserlös 1500-1590).

(FN 433) Alle Angaben erfolgen in Fuder. Die Fuderangaben wurden jeweils abgerundet. Es wurden wenn nicht anders angegeben die Angaben aus den Rechnungsbüchern übernommen; die Summen sind (wegen ungenauer Kellerbestände?) nicht stimmig.

(FN 434) ABR, H 2401 zum Jahr 1500/1501.

Zum Literaturverzeichnis

 

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Fußnote 435

(FN 435) Hotz, Kunstdenkmäler S. 8f.

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Fußnote 436-462

(FN 436) Zur Diskussion der Ursachen und Folgen des Bauernkrieges sei aus der Fülle der Literatur genannt: Holstein, Bauern S. 95-101. Zum Bauernkrieg im Elsaß Blickle, Revolution S. 201-204; Baillet, guerre; Dollinger, Un aspect de la guerre; Wollbrett, La Guerre des paysans 1525; Bischoff, La Guerre des Paysans; Dubled, Aspects sociaux; Rapp, La guerre des paysans.

(FN 437) Kelter, Ursachen S. 660f. geht auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten und die Verschuldung elsässischer Bauern ein, behandelt aber fast ausschließlich die Lage der Bauern in der Getreidewirtschaft. Knod, Bauernkrieg S. 160; Nach Bischoff, guerre S. 278 waren der rasche wirtschaftliche Strukturwandel und die mißliche Lage der Kleinbauern, die von Steuern, Abgaben und Pachtzinsen gebeutelt wurden, die Ursache für den Bauernkrieg im Elsaß, den er als "Wendepunkt in einer Krisis des Bewusstseins und des Gewissens" definiert. Der wirtschaftliche Aspekt des Bauernkrieges wird betont in dem von Wehler herausgegebenen Sammelband: Der Deutsche Bauernkrieg 1524-1526. Siehe allgemein zur Problemstellung Rapp, Vorgeschichte S. 29, 31f.; Hahn, Reformbestrebungen S. 41; Bauer, Probleme S. 240; Buszello/Blickle/Endres, Bauernkrieg S. 83; Lenk, Dokumente S. 30ff.

(FN 438) Müller, Freiheit und Leibeigenschaft S. 255.

(FN 439) So klagten die Weinbauern in Hohatzheim 1525 Klagen über zu hohe Abgaben, die als wider christlich ordnung empfunden wurden. Doch ging es den Bauern nicht um die Beseitigung der an sich als selbstverständlich angesehen Abgabe, sondern um eine spürbare Reduzierung der als zu hoch empfundenen Pflicht (Vogt, Le poids des rentes S. 137).

(FN 440) Die Sühlinger Bauern baten 1525 in ihren Artikeln um Abschaffung des reglementierten bzw. verbotenen Weinausschankes (Lenk, Dokumente S. 64).

(FN 441) Zur schlechten Wirtschaftslage der Winzer am Neckar und ihre Beteiligung an den dortigen Protesten Schmitt, Weinbau S. 119f.

(FN 442) Dollinger, La guerre de paysans S. 6. Das Diarium des Eckard Wiegersheim, Bürgers zu Reichenweier, beschreibt die Situation eindringlich: Da trunken sie der Geistlich Wein und leerten das Kloster [...] den geistlichen [...] soffen sie ihren Wein aus und hielten seltsam Haus (Zur Geschichte des Bauernkriegs im Elsass S. 347f.).

(FN 443) Zum Jahr 1493 vgl. Haegy, Bauernkrieg S. 177; Heumann, La guerre des paysans S. 72 und Knod, Bauernkrieg S. 161. Zu Beginn des Jahres 1493 sammelten sich 200 bis 400 Bauern aus den Weinbaugemeinden Dambach, Epfig, Scherweiler, Andlau, Stotzheim, Nothalten, Kestenholz (Châtenois) und Soultz bei Molsheim und bildeten unter Führung des ehemaligen Bürgermeisters von Schlettstadt, Hans Ulmann, und des Bürgermeisters von Blienschweiler, Jakob Hauser, den Bundschuh von Schlettstadt. Zum Jahr 1517 vgl. Rapp, Réformes S. 409. Vgl. zur Bundschuhbewegung in Schlettstadt im Jahr 1493 und zu den Vorunruhen 1524 Franz, Bauernkrieg S. 56 und 141ff. Zum Bundschuh allgemein siehe Rosenkranz, Bundschuh.

(FN 444) Knod, Bauernkrieg S. 164; Dollinger, guerre S. 6; Franz, Bauernkrieg S. 141; Franz, Bauernkrieg (Aktenband) S. 200f.; Buszello/Blickle/Endres, Bauernkrieg S. 80.

(FN 445) Vgl. Haegy S. 179 zu vereinzelt verbrannten Klosterbibliotheken.

(FN 446) Der Bauernführer Zacharias Sengel ließ dem Rat der Stadt Straßburg wissen, daß er einen Meierhof der Abtei Ebersheimmünster nicht abbrechen oder abbrennen lassen wolle, sondern ihn zu verkaufen gedachte, wie man sonst gethan hätte (Virck, Correspondenz S. 144 Nr. 254 vom 5.5.1525); Hartfelder, Geschichte S. 73; Michel, Ulrich der XI. S. 149f. mit weiteren Einzelheiten zu den Klosterzerstörungen. Vgl. Wollbrett, Wasselonne S. 85.

(FN 447) Hartfelder, Straßburg während des Bauernkriegs S. 227.

(FN 448) Virck, Correspondenz S. 116 Nr. 203 vom 19.4.1525.

(FN 449) Der Marlenheimer Bürgermeister versuchte vergeblich, den Raub zu verhindern Er schrieb an die Bauern: Was der Mönch und Pfaffen ist, das trinken sie auch, und ist unsere freundliche Bitt an euch [die Bauern], ihr wollet euch nicht lassen das Hälmlein durch das Maul streichen und halten an einander als fromm Brüder (Hartfelder, Straßburg S. 231f.).

(FN 450) Die Oberehnheimer ließen die vielen Klosterleute und Adlige, die sich mit ihrem Hab und Gut hinter die Mauern geflüchtet hatten, nicht im Stich. Die Stadtherren ersuchten Straßburg um Hilfe. Am 19.5. wurde ein Angriff der Bauern erfolgreich abgewehrt.

(FN 451) Virck, Correspondenz S. 127 Nr. 228 mit Anm.1 vom 28.4. bzw. 2.5.1525; Hartfelder, Geschichte S. 73.

(FN 452) Nach Wollbrett, Wasselonne S. 85 waren Einwohner des Ortes Andlau im 'Ittenweiler Haufen' dabei.

(FN 453) Vgl. Heumann, guerre S. 156 zur Schutzfunktion der Stadt Straßburg, der sich auf die Klöster Hohenburg, Niedermünster, die Abtei Andlau aber auch über die Herren von Andlau erstreckte.

(FN 454) Virck, Correspondenz S. 144f. Nr. 256 und 257; Hartfelder, Geschichte S. 74.

(FN 455) Zum Kampf Herzog Antons von Lothringen, der im Mai 1525 nach Scherweiler und Dambach zog, um einem haufen bauern, so vom Kestenholz [Châtenois] am gepirg herabgezogen [...] desgleichen noch ein haufen das Moß von Schlettstadt herauskomen entgegenzutreten und vernichtend zu schlagen siehe Alter, Berichte S. 43ff.; Hartfelder, Straßburg S. 248f. Vgl. Atorf, Bauernkrieg.

(FN 456) Haegy, Bauernkrieg berichtet S. 180, daß die Bauern am 20.5.1525 in den Rebäckern zwischen Scherweiler und Kestenholz Stellung bezogen hatten. Herzog Anton von Lothringen habe in vier Stunden 7.000 Bauern niedergemacht und selbst 3.000 Mann verloren. Vgl. zur Schlacht Atorf, Bauernkrieg S. 25-28.

(FN 457) ABR, G 1302 vom 1.7.1525.

(FN 458) Rest, Archivalien 267 vom 28.1.1529. Aus der Korrespondenz der Äbtissin 1532 mit dem Straßburger Bischof Wilhelm von Honstein (1506-1541) geht hervor, wie die Andlauerin den Verfall des Klosterlebens, die Nichtbeachtung der Statuten und (Ordens-)Regeln beklagte, so daß sich Kaiser Karl V. (1519-1556) genötigt sah, die Abtei in Schutz zu nehmen und ihre Rechte und ihren Besitzstand zu garantieren. Schuld an der Misere war, wie der Herrscher betonte, die verfurische, falßhe luterusche und zwinglische ler und seckht, die allerorten im Heiligen Römischen Reich den christlichen Glauben, die Kirchensatzung und Ordnung bedrohe (Brief Karls V. (1519-1556) vom 12.7.1532 aus Regensburg (ABR, G 1544)).

(FN 459) 1521 bestätigt Karl V. (1519-1556) den Andlauern sämtliche Reichslehen. 1530 erteilt der Kaiser ihnen das Recht, alle baufälligen Häuser, die trotz Mahnung von ihren Besitzern nicht repariert wurden, an sich zu ziehen (Rest, Archivalien Nr. 272). Auch in den folgenden Jahren wurden die Andlauer von König Ferdinand I. (1531-1564) des Öfteren mit Privilegien bedacht (Rest, Archivalien Nr. 287-288a, 317-321. Vgl. ebd Nr. 326ff.). 1561 belehnt er den Erbritter Alexander von Andlau u.a. mit der Burg Andlau (Rest, Archivalien Nr. 322. Vgl. ebd. Nr. 331). Zu den Herren von Andlau im Bauernkrieg siehe Hartfelder, Geschichte S. 36 und 38.

(FN 460) Der Kaiser verzichtet auf seine Lehnsoberhoheit über das Andlautal. Fortan trugen die Herren von Andlau dieses Lehen von der Abtei. Äbtissin Maria Magdalena Rebstock bestätigte 1575 den Andlauern die Belehnung (Rest, Archivalien Nr. 341). Vgl. ebd. Nr. 367 zum Jahr 1583. 1621 ist Stadt und Tal Andlau mit der hohen und niederen Obrigkeit, Leute, Zwing und Bann, Zoll, Weg- und Ungeld in Tal und Stadt Andlau als kloster-andlauisches Lehen immer noch in den Händen der Herren von Andlau (Rest, Archivalien Nr. 424). Vgl. ebd. Nr. 429.

(FN 461) Der Straßburger Bischof verfügte über verschiedene Gerechtsame im Ort Andlau. Vgl. etwa die Präbendenstiftungen im Ort (UB Strassburg 7, S. 117 Nr. 396, ebd. S. 404 Nr. 1390 und ebd. S. 530 Nr. 1832) und die Testamentsverfügungen zugunsten der Straßburger Kirche (UB Strassburg 7, S. 63 Nr. 205, ebd. S. 105 Nr. 355 und S. 119 Nr. 400). Im Jahr 1555 belehnte Bischof Erasmus von Limburg (1541-1568) nach dem Tod des bisherigen Lehnsinhabers, des Erbritters Hans von Andlau, des kaiserlichen Statthalters im Oberelsaß verschiedene Herren von Andlau mit der Burg im Tal Andlau (Hoh-Andlau), darunter Battmorand, den bischöflich-straßburgischen Amtmann zu Rufach und Hans von Andlau, den kaiserlichen Rat zu Ensisheim (Rest, Archivalien Nr. 309). Zur Funktion der Stadt Straßburg als Schutzmacht der Herren von Andlau vgl. Hartfelder, Straßburg S. 232f.

(FN 462) 1554 stellte Ludwig, der Dauphin von Frankreich den Herren von Andlau einen Schutzbrief für deren Burgen Andlau und Walff aus (Rest, Archivalien Nr. 119).

Zum Literaturverzeichnis

 

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